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Menschliche Überreste am Zug und im Gleisbett

Zugunglück nahe Neustadt (Ostprignitz-Ruppin) Menschliche Überreste am Zug und im Gleisbett

Unglück am Dienstagmorgen auf der ICE-Strecke zwischen Neustadt und Friesack: Der Lokführer hatte kurz hinter dem Bahnhof Neustadt einen Menschen im Gleisbett wahrgenommen. Beim Stopp in Friesack dann die traurige Gewissheit: Kriminaltechniker finden menschliche Überreste sowohl am Zug als auch im Gleisbett.

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Sicherungsarbeiten der Polizei auf dem Bahnhof Neustadt.

Quelle: Sandra Bels

Neustadt. Die ICE-Strecke zwischen Neustadt und Friesack blieb am Dienstag ab 7 Uhr voll gesperrt. Kurz hinter dem Bahnhof Neustadt hatte sich ein Unglück ereignet. Der ICE war mit einer Geschwindigkeit von 230 m/h mit einer Person im Gleisbett zusammengestoßen. Das erklärte auf MAZ-Nachfrage Toralf Reinhardt von der Pressestelle der Polizeidirektion Nord in Neuruppin. Der Zug fuhr nach dem Zusammenstoß bis nach Friesack weiter und hielt dann dort. „Der Lokführer erlitt einen Schock, die Fahrgäste blieben unverletzt“, so Reinhardt.

In Friesack stellten Kriminaltechniker der Polizeidirektion West menschliche Überreste am Zug sicher. Kollegen der Polizeidirektion Nord und von der Bundespolizei waren in Neustadt im Einsatz, wo im Gleisbett ebenfalls menschliche Überreste gefunden worden waren. Zur Identität der getöteten Person konnte Reinhardt am Dienstagvormittag keine Angaben machen, auch nicht zum Unfallhergang. Er sagte aber, dass der Fahrtenschreiber des ICE für die weiteren Ermittlungen sichergestellt wurde.

Zugänge zum Bahnsteig gesperrt

Auf dem Neustädter Bahnhof waren ab 7 Uhr die Zugänge zum betroffenen Bahnsteig gesperrt. Absperrband flatterte auch vor dem Fahrstuhl in der Unterführung. Vom benachbarten Bahnsteig der Regionalbahn aus konnte man Sicherungsarbeiten der Polizei im Gleisbett erahnen.

Burkhard Ahlert, Pressesprecher für Brandenburg bei der Deutschen Bahn AG, hielt sich mit Auskünften zum Unglück am Dienstag bedeckt. Er sagte lediglich: „Alles deutet auf einen Personenunfall hin.“ Jetzt müssten die polizeilichen Ermittlungen weitere Erkenntnisse bringen.

Der Fernverkehr auf der betroffenen Strecke wurde laut Ahlert über Stendal und Wittenberge umgeleitet. Verspätungen von etwa 30 Minuten ließen sich dabei nicht vermeiden. Auch der Regionalbahnverkehr zwischen Breddin und Friesack war betroffen. Hier gab es einen Schienenersatzverkehr. Die Fahrgäste wurden mit entsprechenden Ansagen auf dem Bahnhof darüber informiert.

Von Sandra Bels

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