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Menschliches Versagen löste Brand aus

Neuruppin Menschliches Versagen löste Brand aus

Das Feuer in einem Heim für betreutes Wohnen in der Sonnenallee in Neuruppin, bei der am Freitagabend eine 95-Jährige starb, ist nicht auf einen technischen Defekt zurückzuführen. Vielmehr sind Kriminaltechniker davon überzeugt, dass das Feuer durch menschliches Versagen ausgelöst wurde.

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Die Helfer hatten das Feuer im Heim schnell unter Kontrolle. Für eine Bewohnerin kam die Hilfe dennoch zu spät.

Quelle: Andreas Vogel

Neuruppin. Der Brand in einem Heim für betreutes Wohnen in Neuruppin mit einer Toten ist vermutlich auf menschliches Versagen zurückzuführen. „Die Kriminaltechniker schließen einen technischen Defekt aus“, sagte am Montag Neuruppins Polizeisprecherin Dörte Röhrs. Demnach gehen die Experten davon aus, dass der Brand durch unsachgemäßen Umgang mit offenem Feuer ausgelöst wurde. Die Kriminaltechniker hatten das Heim in der Sonnenallee am Wochenende eingehend untersucht.

Bei der Toten, die in einem der Zimmer in der oberen Etage gefunden wurde, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um eine 95-jährige Bewohnerin des Heimes. Letzte Klarheit werde die Obduktion der Leiche ergeben, sagte die Polizeisprecherin. Die Seniorin war in dem Zimmer gefunden worden, in dem das Feuer ausgebrochen war. Der Raum ist vorerst nicht bewohnbar.

Pflegedienst lobt die vielen Helfer

Indes konnten die anderen 19 Bewohner des Heimes inzwischen wieder in ihre Zimmer zurückkehren. „Es wurde niemand weiteres verletzt“, sagte Sandra Wurow, Leiterin des Ruppiner Pflegedienstes. Lediglich aus Sicherheitsgründen seien drei Bewohner kurz im Krankenhaus gewesen. „Es hat aber niemand eine Rauchvergiftung erlitten“, betont Wurow. Sie bedankte sich ausdrücklich für den schnellen Einsatz der vielen Helfer von Feuerwehr und Katastrophenschutz. „Es gab keine Panik, kein Chaos“, so die Chefin des Pflegedienstes.

Die mit acht Fahrzeugen angerückte Feuerwehr hatte den Brand, der am Freitagabend gegen 18.30 Uhr ausgebrochen war, recht schnell unter Kontrolle. 31 Sanitäter aus dem gesamten Landkreis kümmerten sich indes bis in die Nachtstunden um die alten Menschen. Unterstützt wurden sie von einem Notfallseelsorger und zwei Notärzten. Untergebracht wurden die Senioren in Unterkünften, die die Heimleitung unbürokratisch in der Straße des Friedens bereitstellte. Lediglich eine Bewohnerin, die ein spezielles Pflegebett benötigt, kam ebenso schnell in einer betreuten Einrichtung in Dabergotz unter (die MAZ berichtete).

Um das Geschehen vom Freitag besser verarbeiten zu können, hatte der Pflegedienst am Montag für die Bewohner des Heimes einen Gottesdienst organisiert. Sie hätten das Erlebte aber sehr gefasst aufgenommen, sagte Sandra Wurow.

Von Andreas Vogel

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