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Ostprignitz-Ruppin Merkwürdiges aus Glienicke
Lokales Ostprignitz-Ruppin Merkwürdiges aus Glienicke
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00:17 17.02.2016
Wolfgang Dost berichtete in Glienicke über Glienicke. Quelle: Björn Wagener
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Glienicke

Es fängt schon beim Namen an. Wird Glienicke nun mit ck oder k geschrieben? Um es gleich vorweg zu nehmen: Beides ist möglich und richtig. In der Geschichte des kleinen Dorfes in der Gemeinde Heiligengrabe wechselten die Schreibweisen immer mal wieder – bis 1901 festgelegt wurde, dass Glienicke von nun an mit einfachem k geschrieben werde. Heute hat sich wieder weitgehend das ck durchgesetzt; im Postleitzahlen-Buch sei es aber noch mit k verzeichnet. „Man kann es sich aussuchen, aber es müsste mal geklärt werden“, sagte Historiker Wolfgang Dost am Sonnabend im örtlichen Versammlungsraum.

Dorthin hatten die beiden örtlichen Vereine „Schinkelkirche Glienicke“ und „GlienickErleben“ eingeladen, um gemeinsam mit Dorfbewohnern in die Geschichte einzutauchen und in Erinnerungen zu schwelgen. Schließlich begeht der Ort in diesem Jahr seine das Jubiläum seiner Ersterwähnung vor 700 Jahren.

Allerdings ist laut Wolfgang Dost die Jahreszahl 1316/1337 vermerkt. Das hänge mit Hebungen zusammen, die die Herzöge von Werle in Mecklenburg einst an den Bischof von Havelberg vergeben hatten. Das sei in Wittstock geschehen. Die Urkunde sei in Kopie noch vorhanden. Die Zeitangabe weise die Jahre von 1316 bis 1337 aus – man habe sich daraufhin auf die früheste geeinigt. Ähnliche Zeitbrücken bei der Ersterwähnung hätten auch Wulfersdorf oder Fretzdorf – brandenburgweit gebe es mindestens 48 solcher Fälle.

Wolfgang Dost berichtete am Sonnabend noch von einigen weiteren „Merkwürdigkeiten“ in Bezug auf Glienicke, allerdings im Sinne von „des Merkens würdig“ statt eigenartig oder komisch, wie es heute eher üblich ist. Da ging es um die wieder hergerichtete Schinkel-Kirche; den 2,37 Meter großen „kleinen Michel“, der einst im Hauptdorf Zaatzke lebte; den 116,5 Meter hohen Hexenberg, der lange Zeit als höchste Erhebung im ehemaligen Kreis Wittstock galt, bis neuere Messungen dem Engelberg bei Niemerlang mit 127,4 Metern Höhe diese Position zuwiesen. Fragezeichen warf eine wüste Dorffläche im Südwesten auf. „Dort hat vielleicht mal ein Dorf gelegen; eventuell trifft man dort nachts eine Geistergestalt“, meinte Dost geheimnisvoll. „In Glienicke wurde das beste Niederdeutsch gesprochen“ der Umgebung gesprochen worden, jedoch gebe es keine überlieferten Sagen. So ermutigte Wolfgang Dost die Glienicker, typische Geschichten aus der Vergangenheit aufzuschreiben oder ihm mitzuteilen.

Ingrid Blüschke vom Verein Schinkelkirche Glienicke kommentierte am Sonnabend eine Reihe von historischen Fotos aus dem Dorf, die Einwohner zur Verfügung stellten – etwa von der Ernte, von Hochzeiten oder Gebäuden, die es nicht mehr gibt oder sich stark verändert haben. Viele Gäste erkannten darauf Bekannte oder Verwandte. So war rasch für genügend Gesprächsstoff gesorgt, bevor der gemütliche Teil des Nachmittags mit Kaffee und Kuchen begann. Gesorgt hatten dafür viele Frauen aus Glienicke.

Von Björn Wagener

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