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Messerschmied will in die Schule ziehen

Herzberg Messerschmied will in die Schule ziehen

Seine Geschäfte laufen gut. So gut, dass der Herzberger Messerschmied gern seinen Betrieb vergrößern würde. Das passende Objekt hat er auch schon gefunden: die ehemalige Schule im Dorf. Noch ist aber offen, ob die Gemeindevertreter bei der Idee mitgehen.

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Ex-Schülerschmiede in Herzberg soll echte Schmiede werden.

Quelle: Peter Geisler

Herzberg. Seit 2001 steht die Schule in Herzberg leer – jetzt gibt es eine neue Idee, wie das Gebäude genutzt werden kann. Der Herzberger Unternehmer Enrico Schellin, der seit 2007 in dem Dorf eine prosperierende Messerschmiede betreibt, will den mehrstöckigen Plattenbau für seine Zwecke umbauen. Er braucht nach eigenen Aussagen mehr Platz für die Produktion. Die Pläne dafür stellte er in der jüngsten Gemeindevertretersitzung vor.

Der Handwerker will im Keller eine Tiefgarage sowie einen Bereich zum Sandstrahlarbeiten einrichten. Im Erdgeschoss will er Platz für seine Werkstatt sowie den Verkaufsraum schaffen. Dort könnte auch die Herzberger Postfiliale einziehen. Im ersten Obergeschoss sollen Ausstellungs- sowie Schulungsräume, in der zweiten und dritten Etage Wohnungen für die Familie entstehen. Beide Stockwerke sollen über eine Außentreppe erreichbar sein, der Aufgang innen soll aus Brandschutzgründen gekappt werden. Ob die Gemeinde auf das Angebot eingeht, das steht noch nicht fest: Ihre Vertreter können sich mit der Idee anfreunden, haben sich Bedenkzeit erbeten, berichtet Amtsdirektor Danilo Lieske. Er selbst stehe dem Projekt positiv gegenüber – allerdings müssen auch aus seiner Sicht einige Dinge im Vorfeld geklärt werden.

Zum einen sollte sichergestellt werden, dass die Abstände zwischen dem Gewerbebetrieb und den anderen Gebäuden wie Kita, Gemeindezentrum und Festplatz gewahrt bleiben. Noch viel wichtiger sei aber die Frage der Finanzierung. Diese soll über Eigenmittel des Unternehmers gestemmt werden. Noch sei aber unklar, wie viel Geld die Umbauten kosten werden. „Die Gemeinde hat ein Interesse daran, dass die Arbeiten nicht irgendwann stecken bleiben“, so Lieske. Schließlich habe sie in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit Investoren gemacht, die ihre Pläne wieder begraben und der Kommune Abfall und Schäden hinterlassen haben. Laut Enrico Schellin steht das Projekt noch am Anfang. Die weiteren Schritte will der Schmied erst unternehmen, wenn klar ist, dass die Gemeinde grundsätzlich mit dem Vorhaben einverstanden ist.

Von Celina Aniol

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