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Ostprignitz-Ruppin Messerstecherei am Döner-Laden
Lokales Ostprignitz-Ruppin Messerstecherei am Döner-Laden
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17:54 26.09.2017
Augenzeugen berichteten von sechs Polizeifahrzeugen und mehreren Rettungswagen, die in der Bach-Straße im Einsatz waren. Quelle: Matthias Anke
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Kyritz

Es gibt ganz offensichtlich einen schon länger schwelenden Konkurrenzkampf unter Betreibern von Dönerläden in der Stadt Kyritz. Am Montag wurde er nun auch auf der Straße mit Messern ausgetragen. Als Polizei und Rettungskräfte gegen 10.30 Uhr in die Johann-Sebastian-Bach-Straße gerufen wurden, fanden sie dort einen 30-Jährigen mit Stichverletzungen am Hinterkopf und auch im Gesicht vor. Aufgrund wahrscheinlich eines Zahlendrehers im aufgeschriebenen Geburtsjahr (1978 statt 1987) war zunächst von einem 39-Jährigen die Rede.

Einige der Augenzeugen sollen der Polizei über den Tathergang unterschiedliche Informationen gegeben haben. So ist unklar, ob der 30-Jährige zunächst den Döner-Laden betrat, dort auf einen 23-jährigen Beschäftigten traf und es zu einer Schubserei kam. Der Jüngere soll jedenfalls seinen 34-jährigen Bruder zur Hilfe gerufen haben. Als dieser erschien, eskalierte die Situation im Bereich der Außentreppe. Laut Polizei wurde der 30-Jährige dabei verletzt.

Rede war auch von einem „pistolenähnlichen Gegenstand“

Als sich die 23 und 34 Jahre alten Brüder in ihrem Geschäft verschanzten, soll jemand mit einem Stein zu werfen gedroht haben, vermutlich ein vierter, mit dem Opfer bekannter Mann. Und es war die Rede davon, dass die Brüder einen „pistolenähnlichen Gegenstand“ bei sich führten. „Es wurde aber keine Pistole gefunden“, sagt Polizeisprecherin Dörte Röhrs.

Die eintreffenden Beamten nahmen den 23-Jährigen und auch den 34-Jährigen fest. Als Tatwaffe gilt nun ein Dönermesser. Insgesamt sollen aber vier Messer sichergestellt worden sein. Dörte Röhrs: „Der Geschädigte wurde stationär im Krankenhaus aufgenommen, ist aber nicht lebensgefährlich verletzt.“ Als vernehmungsfähig gelte er aber wohl erst am Dienstag.

Blutspuren auf der Treppe zum Imbiss, der jetzt als Tatort geschlossen ist. Quelle: Matthias Anke

Eine junge Frau, die Augenzeugin und Ersthelferin zugleich war, berichtete der MAZ, dass noch vor den Rettungskräften versucht werden konnte, den Mann zu verarzten. „Dann sackte er plötzlich zusammen.“

Dass es unter den Beteiligten Streit gibt, war der Polizei nicht neu. Erst Mitte Juli hatten die beiden türkischen Brüder einen 37-jährigen Landsmann angezeigt, weil dieser sie wohl aus einem Transporter heraus massiv bedroht haben soll. Zum Hintergrund hieß es da bereits, dass wiederum dieser Beschuldigte und dessen Brüder in der Prignitz und Ostprignitz mehrere Döner betreiben und keine Konkurrenz haben wollen. Die beiden damals – und nun offenbar erneut – Bedrohten hatten da ihren Döner in der Bach-Straße gerade erst eröffnet. Es ist der fünfte in der Kleinstadt.

Von Matthias Anke

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