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Metzelhin: Kritik an Photovoltaikpläne

Anlage sei zu nah am Ort Metzelhin: Kritik an Photovoltaikpläne

In Metzelthin möchte ein Investor auf einer Länge von einem Kilometer, gut 100 Meter rechts und links des Schienenstrangs zwischen Neustadt und Neuruppin, mit Hilfe einer Photovoltaikanlage Strom erzeugen. Von Einwohnern des Dorfes gibt es hingegen erhebliche Bedenken gegen die Pläne. Sie fürchten einen Wertverlust ihrer Grundstücke.

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Am Bahndamm soll die Photovoltaikanlage errichtet werden.

Quelle: Alexander Beckmann

Metzelthin. In Metzelthin gibt es erhebliche Bedenken wegen einer geplanten Photovoltaikanlage. Darauf wies mit Nachdruck Ortsvorsteherin Barbara Burau am Dienstagabend im Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde Wusterhausen hin.

Den Ortsteil von Wusterhausen hat sich ein Investor auserkoren, um hier auf einer Länge von einem Kilometer, gut 100 Meter rechts und links des Schienenstrangs zwischen Neustadt und Neuruppin, mit Hilfe einer Photovoltaikanlage Strom zu erzeugen. Die etwa 17 Hektar würden ausreichen, die ganze Großgemeinde energetisch zu versorgen, sagte Jörg Zimmermann. Der Geschäftsführer der Inventus-Energie-Gesellschaft mit Sitz in Schönefeld wiederholte am Dienstag im Ausschuss nun noch einmal das, was er zuvor schon im Bau- und Ordnungsausschuss vorgetragen hatte. Erneut stellte Zimmermann alle Vorteile eines solchen „Kraftwerkes“ heraus. Es sei kaum zu sehen, mache keinen Krach, werfe keine Schatten. Es bringe langfristig Steuern in die Gemeindekasse, sei lohnend, vor allem für die Landverpächter, und konfliktarm.

Ein klares Nein von der Ortsvorsteherin

In Metzelthin kündigen sich wegen der Photovoltaikpläne aber trotzdem Konflikte an. „Es brodelt bei uns. Die Mehrzahl der Leute ist gegen die Anlage. Sie sehen reichlich Nachteile“, sagte Ortsvorsteherin Barbara Burau. Immerhin seien die Streifen neben dem Bahndamm gut 100 Meter breit und kämen nach Ansicht der Kritiker „zu tief an das Ortsbild heran“. Benachbarte Flächen würden Wertverlust erleiden, denn wer wolle denn 20 Jahre immer die Sonnenfänger-Flächen vor der Nase haben. „Ich bin dagegen. Von mir kommt ein klares Nein“, bekannte Barbara Burau. „Nur, weil ein paar große Landwirte beschlossen haben, hier mit Strom Geld zu verdienen, müssen alle mitmachen – das kann nicht sein.“

Bürgermeister Roman Blank machte klar, dass erstens noch gar nichts beschlossen sei, zweitens Beschlüsse nicht Landbesitzer, sondern nur die Gemeindevertretung zu treffen hätten, drittens der Erhalt von Arbeitsplätzen in der Landwirtschaft durchaus auch ein wichtiges Argument beim ­Abwägen von Für und Wider sein müsse.

Roman Blank beantwortete die Fragen der Ortsvorsteherin. So sagte er, dass es noch keine konkrete Planung gebe: „Herr ­Zimmermann hat lediglich vorgetragen, was das wirtschaftliche Ziel seiner Gesellschaft ist.“ Die Fraktionen der Gemeinde­vertretung sollen sich bis zum 10. Mai damit beschäftigen. Käme es zum Beschluss, einen Bebauungsplan aufzustellen, würden sämtliche weiteren Planungsschritte ortsüblich bekannt gemacht. „Also in Schaukästen“, präzisierte der Bürgermeister. Im Laufe eines ­solchen Verfahrens gäbe es dann auch Einspruchsmöglichkeiten.

Von Wolfgang Hörmann

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