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Mieter verschläft Brand in seiner Wohnung

Zwei Verletzte bei Brand in Wittstock Mieter verschläft Brand in seiner Wohnung

Zwei Personen sind bei einem Wohnungsbrand am Freitagmorgen in Wittstock (Ostprignitz-Ruppin) verletzt worden. Der Mieter hat den Feuerwehreinsatz auf einer Bank vorm Imbiss im Erdgeschoss verschlafen. Einer aufmerksamen Zeugin ist es zu verdanken, dass das Feuer rechtzeitig entdeckt worden ist und gelöscht werden konnte.

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Wittstock. Zufällig bemerkte Mieterin in dem Eckhaus der Gröperstraße zur Baustraße in Wittstock am Freitag um 3.35 Uhr den Feuerschein einer Stichflamme, die aus der Wohnung im Obergeschoss im selben Haus kam. Die Fensterscheibe war von der Hitze geborsten. Die Beobachterin alarmierte per Notruf die Feuerwehr.

Die 28 Feuerwehrleute der Wittstocker freiwilligen Feuerwehr sahen gleich, dass die Obergeschosswohnung in voller Ausdehnung innen brannte. Sie holten das Bewohner-Paar aus der Nachbarwohnung im Obergeschoss. Der Rettungsdienst versorgte die beiden Leichtverletzten sofort. Die Frau kam mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung zur Beobachtung ins Wittstocker Krankenhaus.

Nachbarn nehmen evakuierte Nachbarn auf

Die Feuerwehr weckte und evakuierte ebenfalls die Bewohner der zu beiden Seiten angrenzenden Nachbarhäuser in der Gröper- und in der Baustraße. Andere Nachbarn halfen und nahmen die Betroffenen vorübergehend in ihren Wohnungen auf. Dabei wurden sie von Feuerwehrkameraden, Rettungssanitätern und Polizisten unterstützt.

Inzwischen drang ein Angriffstrupp der Feuerwehr unter Vollschutz mit einem C-Schlauch in den Treppenaufgang und bis zur brennenden Wohnung vor. Sie mussten die Wohnungstür aufbrechen und zunächst nach dem alleine dort wohnenden Hausbewohner suchen. Doch die Wohnung war leer. Wie sich später herausstellte, hatte der Bewohner im Erdgeschoss in dem Imbiss auf einer Bank die Nacht verbracht und von allem nichts mitbekommen.

Die Feuerwehr löschte den  Brand

Die Feuerwehr löschte den Brand.

Quelle: Feuerwehr Wittstock

Mit gezielten und dosierten Wasserstößen wurde die Flammen in der in voller Ausdehnung brennenden Wohnung gelöscht. Zusätzlich war in der Anfangsphase des Löscheinsatzes auch von der Straße aus mit einem Strahlrohr Wasser in die Flammen gespritzt worden, die aus dem Wohnzimmerfenster hinaus schlugen. Das Quartier ist vorerst unbewohnbar, zudem für kriminaltechnische Untersuchungen jetzt auch gesperrt. Die anderen Wohnungen in diesem Eckhaus hingegen bleiben bewohnbar. Dort gab es nur kleinere Schäden dank des sparsamen Wassereinsatzes der Feuerwehr.

Noch während der laufenden Löscharbeiten wurde das Haus ständig mit einer Wärmebildkamera durch Feuerwehrleute nach unentdeckten Glutnestern abgesucht und auch nach dem erfolgreichen Löscheinsatz bei der Nachkontrolle bis in den Dachbodenbereich hinein kontrolliert.

Nachbarhäuser wieder für Mieter freigegeben

Die für die Löscharbeiten sicherheitshalber evakuierten Nachbarhäuser konnten anschließend wieder von ihren Bewohnern bezogen werden.

Feuerwehreinsatzleiter Mathias Krüger ist froh über den geglückten Löscheinsatz der Wittstocker Feuerwehr, die den Schaden professionell in Grenzen halten konnte. „Es war auch ein Glücksfall in dieser Situation, dass sofort zwei Rettungswagen mit Besatzungen und die Polizei am Einsatzort waren. Dadurch konnten alle von dem Löscheinsatz Betroffenen gut betreut und versorgt werden“, sagt Krüger. Auch über die Nachbarschaftshilfe freute er sich nach dem Einsatz. So sei ein Evakuierter beispielsweise auch auf medizinische Hilfsmittel in seiner Wohnung angewiesen. Dank der vorübergehenden Aufnahme durch Bewohner eines Nebenhauses konnte er dort weiterhin sein Beatmungsgerät ohne Unterbrechung nutzen und brauchte nicht auf der Straße damit hantieren.

Nach dem Einsatz gleich zur Arbeit

Mit großer Erleichterung über den noch glimpflichen Ausgang ohne schwere Personenschäden und Totalverluste, beendete die Feuerwehr in Wittstock um 6.53 Uhr ihren Einsatz. Berufstätige machten sich von dort auf den Weg zu ihrem Arbeitsort. Die ausgebrannte Wohnung ist nun in der Hand der Kriminaltechniker, die zur Brandursache ermitteln. Zunächst wird davon ausgegangen, dass der schwere Wohnungsbrand im Wohnzimmer seinen Ausgang genommen hatte.

Von Gerd-Peter Diederich

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