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Mila kam bei Hausgeburt zur Welt

Christdorf Mila kam bei Hausgeburt zur Welt

Die neun Monate alte Mila kam im letzten Jahr bei einer Hausgeburt in Christdorf zur Welt. Eher unfreiwillig, denn die Eltern hatten Neuruppin als Geburtsort geplant. Doch die Wehen setzten bei Katrin Robitzsch zu schnell ein. Damit ist das Mädchen die erste echte Christdorferin seit vielen Jahrzehnten.

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Stolze Eltern: Katrin Robitzsch und Andreas Witte mit Töchterchen Mila.

Quelle: Christamaria Ruch

Christdorf. Ja, sie ist eine echte Christdorferin. Die neun Monate alte Mila hatte es im vergangenen Jahr eilig. Als Geburtsort suchte sie sich ihr zukünftiges Elternhaus in Christdorf aus. Damit duAndreas Witte,rchkreuzte sie alle Vorhaben von Mama und Papa. Denn ursprünglich planten Katrin Robitzsch und Andreas Witte die Entbindung ihrer Tochter in den Ruppiner Kliniken in Neuruppin ein. Doch es kam anders.

Ganz genau erinnern sich die jungen Eltern an diesen denkwürdigen Tag. Ein Feiertag ist der 3. Oktober allemal, doch in diesem speziellen Fall wird nun doppelt gefeiert. „Morgens gegen 3.30 Uhr platzte die Fruchtblase und ich hatte etwas Schmerzen“, erinnert sich die 31-Jährige. Dabei schränkt sie ein: „Ich kann eine ganze Menge Schmerzen vertragen und habe mich zurückgehalten.“ Denn zu diesem Zeitpunkt ahnte sie nicht, dass das bereits starke Wehen waren. Nur 40 Minuten später, gegen 4.10 Uhr, rief der 32-jährige Andreas Witte die Hebamme in Wittstock an. Diese beruhigte erst einmal und traf dann gegen 5.20 Uhr bei den zukünftigen Eltern ein.

Höchste Eisenbahn als die Hebamme kam

„Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon Presswehen“, so Katrin Robitzsch. Als die Hebamme den Wehenschreiber anlegte, überlegte sie noch, den Rettungswagen anzurufen. Doch diesen Plan verwarf sie wieder, denn es wurde höchste Eisenbahn. Andreas Witte holte Handtücher und warmes Wasser. Bereits um 6.06 Uhr erblickte Mila das Licht der Welt – im heimischen Wohnzimmer. 49 Zentimeter groß und 2960 Gramm leicht sind die Startmaße der waschechten Christdorferin.

Insgeheim hatte er schon mit einer Entbindung zu Hause gerechnet. „Es war ein Bauchgefühl“, sagt Andreas Witte. Aus diesem Grund heizte er gegen 4 Uhr morgens den Kamin an und sorgte für wohlige Wärme. „Für mich kam eine Hausgeburt gar nicht in Frage, denn aus Sicherheitsgründen ist eine Entbindung im Krankenhaus besser“, sagt die 31-Jährige.

Dorfidylle ist wie geschaffen für die junge Familie

Da die Hebamme die Waage vergessen hatte, holte der frisch gebackene Papa später die Küchenwaage und schon stand Milas Startgewicht fest. Die Kleine ist ein Wunschkind und entwickelt sich zur Freude ihrer Eltern prächtig. Mit gerade einmal neun Monaten steht sie bereits und macht erste Gehversuche. „Sie schläft durch und kann gut alleine spielen“, sagt Andreas Witte. Er genießt jetzt die Zeit mit seiner Tochter in vollen Zügen: Im Juli und Oktober nimmt er Elternzeit und kann hautnah den Tagesablauf mit Mila erleben.

Das junge Paar lernte sich 2009 kennen. Zu diesem Zeitpunkt wohnte der aus Frankfurt (Oder) stammende Andreas Witte bereits in Wittstock. Er ist Elektroniker und arbeitet bei der Swiss Krono Gruppe in Heiligengrabe. Katrin Robitzsch kommt aus Jüterbog (Teltow-Fläming), ist Restaurantfachfrau und arbeitet in einem Schnellrestaurant in Wittstock. Gut eineinhalb Jahre suchte das Paar nach einer größeren Wohnung und entschied sich dann für ein Haus. „Wohnen auf dem Dorf ist schön“, sagen beide. Zufällig ist nun Christdorf ihr Zuhause geworden, denn beide verliebten sich in das Anwesen. Ostern 2014 zogen sie ein und bauten dann ein Jahr lang am Haus. „Es ist idyllisch und schön ruhig hier und ein guter Ausgleich zu unserer Arbeit“, sagen die jungen Eltern. Nun sind sie neugierig auf die Dorfgemeinschaft und möchten am Sonnabend, 16. Juli, erstmals das Dorffest besuchen.

Von Christamaria Ruch

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