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Ostprignitz-Ruppin Betriebe nicht von BMG-Pleite betroffen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Betriebe nicht von BMG-Pleite betroffen
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00:32 18.03.2018
Betriebe im Kreis Ostprignitz-Ruppin schafften rechtzeitig vor der BMG-Pleite den Absprung, darunter die LPDG in Biesen mit ihren Kühen. Quelle: Ruch
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Neuruppin

Die Berliner Milcheinfuhr-Gesellschaft (BMG) hat am Freitag in der vergangenen Woche einen vorläufigen Insolvenzantrag gestellt. Das hat für viele Milchbauern in Brandenburg Konsequenzen.

Die BMG verschickte am Dienstagabend einen Infobrief an ihre Kunden, dass bereits ab Mittwoch die Milch nicht mehr abgeholt wird. Wer kurzfristig noch keinen neuen Händler gefunden hat, steht vor einem Dilemma.

„So eine Situation gab es bisher noch nicht“, sagt Michael Brinschwitz, Geschäftsführer beim Kreisbauernverband Ostprignitz-Ruppin. Sieben bis acht Betriebe im Landkreis standen bisher bei der BMG unter Vertrag.

Kreisbauernchef Brinschwitz: Alle haben neue Abnehmer

Die BMG ist einer der größten Milchhändler in Deutschland und war für viele Brandenburger Landwirte ein wichtiger Geschäftspartner. „Meiner Kenntnis nach haben alle rechtzeitig einen neuen Abnehmer gefunden“, sagt Brinschwitz.

Er kann allerdings nur für die Landwirte sprechen, die im Verband Mitglied sind. Erste Alarmzeichen für diese Krise deuteten sich bereits vor einem Monat an. Die Auszahlung für die Milchlieferungen erreichen Landwirte immer einen halben Monat später. Mitte Februar kam das Milchgeld für Januar.

Milchbauer Schultz: Unter vereinbartem Preis bezahlt

„Das war unter dem vertraglich vereinbarten Preis“, sagt Burkhard Schultz, Vorstandsvorsitzender von der Landwirtschaftlichen Produktions- und Dienstleistungsgenossenschaft (LPDG) in Biesen bei Wittstock. Eine Begründung blieb die BMG schuldig.

„Die Preise lagen 20 bis 30 Prozent unter dem Vertragspreis. Zu diesem Zeitpunkt haben wir schon Empfehlungen an die Landwirte gegeben, führten erste Gespräche mit ihnen und standen nun nicht völlig kopflos da“, sagt Michael Brinschwitz.

Milchindustrieverband half

Außerdem stand der Kreisbauernverband mit dem Landes- und Bundesbauernverband im Gespräch. Diese Verbände bahnten die Kontakte zum Milchindustrieverband an. „Das hat funktioniert und die Molkereien haben die Landwirte nicht im Regen stehen lassen“, so Brinschwitz.

„Wir konnten eine kurzfristige Lösung des Problems finden und haben seit Sonnabend vergangener Woche einen neuen Händler“, sagt Burkhard Schultz. Und: „Der Kreisbauernverband hatte sich schnell einen Überblick

Milchbauer Burkhard Schultz aus Biesen gelang rechtzeitig der Absprung von BMG. Quelle: Christamaria Ruch

verschafft und dann viel koordiniert.“ Die 300 Milchkühe der Rasse Holsteinfriesian geben in der LPDG monatlich bis zu 220 000 Liter Milch. „Die Lagerkapazitäten für die Milch reichen durchschnittlich ein bis zwei Tage in jedem Betrieb“, so Schultz. „Wenn die Kühlung voll ist, ist die Kapazität erschöpft“, sagt Michael Brinschwitz.

Hellmuth Riestock, Geschäftsführer von der Rhinmilch in Fehrbellin, hat 1700 Milchkühe der Holseinfriesian. Mit der BMG hatte er keinen Vertrag. „Wir haben einen direkten Vertrag mit einer Molkerei“, sagt er. „Das Problem macht aber betroffen und es ist eine schlimme Sache für die Milchlieferanten“, sagt er. Auch Burkhard Schultz ist nachdenklich: „Unsere Gedanken sind bei all den Milchbauern, die jetzt noch immer auf der Suche nach einem neuen Händler sind.

Von Christamaria Ruch

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