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Ostprignitz-Ruppin Millionen für barrierefreie Wohnungen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Millionen für barrierefreie Wohnungen
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02:16 18.03.2018
NWG-Chef Robert Liefke in einem bereits sanierten Bad im Haus Thomas-Mann-Straße 3. Die Türen sind dort einen Meter breit. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Fahrstuhl, breitere Türen, keine Schwellen in der Wohnung – die Neuruppiner Wohnungsbaugesellschaft (NWG) ist derzeit dabei, einen Teil ihrer Wohnungen so umzubauen, dass sie barrierefrei sind. 2016 erhielt schon der Block in der Hermann-Matern-Straße 8 einen Fahrstuhl, der in jeder Etage und natürlich ebenfalls im Keller hält. Nun hat das städtische Unternehmen die Hermann-Matern-Straße 3 komplett umbauen lassen. 1,2 Millionen Euro hat sich das die NWG kosten lassen.

Breitere Türen für Mieter mit Rollator

Aus den 20 Wohnungen wurden 15 barrierefreie. Dafür wurden nicht allein die Schwellen rausgerissen, auch die zum Balkon, sondern die Türen sind jetzt ebenfalls breiter – einen Meter, statt 80 Zentimeter. Mieter mit Rollator oder Rollstuhl werden in diesen Wohnungen weitaus besser zurecht kommen, glaubt NWG-Geschäftsführer Robert Liefke.

Am Montag werden die ersten Wohnungen übergeben

Die Nachfrage nach diesen etwa 60 Quadratmeter großen Wohnungen, die nun eine Dusche statt einer Wanne haben, ist jedenfalls gut. Sieben sind bereits vor der Fertigstellung vermietet, sagt Liefke. Dabei sind die Arbeiter noch am Wirbeln. Am Mittwoch wurden die Fließen am Eingang verlegt und verfugt, auf den Etagen wurde in den 13 Zwei-Raum- sowie der Ein- und Drei-Raum-Wohnung noch sauber gemacht. Auch im Keller ist noch nicht alles fertig. Gleichwohl sollen am Montag bereits die ersten drei Wohnungen übergeben werden.

Die NWG hat kaum Probleme, Handwerker zu binden

NWG-Chef Liefke ist zufrieden mit den Arbeiten. Im Gegensatz zu anderen Bauherren hatte die Wohnungsgesellschaft auch keine größeren Probleme, Handwerker für die Arbeiten zu finden. „Wenn man frühzeitig weiß, was man will, dann klappt das auch“, sagt Liefke. Die NWG versucht, ihre großen Investitionen weit im Voraus zu planen – auch weil dann die Firmen, sechs bis acht Monate vorher wissen, auf welche Aufträge sie sich bewerben können. So wird der Wirtschaftsplan der NWG für das nächste Jahr meist im Sommer des Vorjahres verabschiedet. „Dann haben die Baufirmen genügend Vorlauf“, so Liefke. Die Mieter sollen zudem mindestens ein Jahr im Voraus wissen, ob sie ganz oder lediglich für die Zeit der Arbeiten umziehen müssen.

Acht Millionen für Investitionen in diesem Jahr

Der Etat der NWG für dieses Jahr sieht Investitionen von acht Millionen Euro vor. Zwar gebe es durchaus mal Engpässe oder nur zwei Bewerber für einen Auftrag. Aber von einem „akuten Mangel“ könne er nicht sprechen, sagt der Geschäftsführer. Im Zweifel zieht er den Kreis der Ausschreibung einfach etwas größer. Die Folge: Es kommen auch Baufirmen aus Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen, um Aufträge der NWG abzuarbeiten. „Wir verschieben keine Projekte“, sagt Liefke.

Mietern werden Ausweichwohnungen angeboten

So laufen bereits die Arbeiten in der Bruno-Salvat-Straße. Auch dort sollen die 30 Wohnungen weitgehend barrierefrei umgestaltet werden – mit einer Ausnahme. Die Schwelle zum Balkon wird dort nicht rausgerissen. Das wäre zu teuer. Schon jetzt beziffert NWG-Chef Liefke die Umbaukosten für die drei Aufgänge mit rund drei Millionen Euro. Die Kosten je Wohnung liegen demnach bei 100 000 Euro. Ziel ist, dass die Arbeiten bis zum Jahresende abgeschlossen sind. Zehn der 30 Mieter haben erklärt, dass sie möglicherweise in ihre alte Wohnung zurückkehren wollen. Die anderen scheinen mit den Ausweichwohnungen, die die NWG zur Verfügung gestellt hat, so zufrieden zu sein, dass sie nicht noch einmal umziehen wollen.

Zusammen mit der Genossenschaft

Die NWG will zudem das Dach und die Fassade der Blöcke in der Junckerstraße 11, 12 und 13 machen, und zwar gleich auf einmal. Zudem soll zusammen mit der Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) die Situation in der Anna-Hausen-Straße entschärft werden. Dort gehe es vor allem um das Gestalten der Außenanlagen, so Liefke. Denn nicht nur die Müllabfuhr habe dort Probleme, sondern ebenfalls der Rettungsdienst. Zudem soll dabei auch gleich die Treppe zum Sitz der WBG barrierefrei gestaltet werden.

Bis zu 12 Euro je Quadratmeter

Etwa 3700 Wohnungen verwaltet die Neuruppiner Wohnungsbaugesellschaft, sie ist damit der größte Vermieter im Nordwesten Brandenburgs. Die Mietpreise der NWG liegen zwischen 3 und 12 Euro je Quadratmeter.

Die Preise in den barrierefreien Wohnungen in der Hermann-Matern-Straße werden bei 8,50 Euro je Quadratmeter liegen, so dass die monatliche Miete etwa 600 Euro betragen wird.

Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Fontane­stadt.

Von Andreas Vogel

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