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Millionen für die Kleeblattregion

Kommunen profitieren von Förderung Millionen für die Kleeblattregion

Etwa fünf Millionen Euro sind im Jahr 2015 über die Städtebauförderung von Bund und Land in die Kleeblattregion geflossen. Kyritz und Wusterhausen haben davon am meisten profitiert. In den Orten konnten unter anderem Straßenbauprojekte und Gebäudesanierungen realisiert werden. Das Land reicht auch für die nächsten Jahre wieder Fördermittel aus.

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Fördergeld bekam Kyritz unter anderem für den Neubau der Kita Mitte.

Quelle: Alexander Beckmann

Kyritz. 144 000 Euro Städtebaufördermittel von Bund und Land hat die Gemeinde Wusterhausen im zurückliegenden Jahr für Projekte in der historischen Altstadt bekommen. Zusammen mit dem Eigenanteil der Gemeinde wurden 180 000 Euro investiert.

Bauamtsmitarbeiter Hartmut Janschke sagt, dass Restzahlungen für das Haus am Markt 9 (Wohnungsbaugesellschaft) davon geleistet wurden. Die Sanierung der Villa an der Promenade 5 konnte begonnen werden. Es ist ein privates Objekt, in dem es in den kommenden Jahren weitere Arbeiten geben soll. Außerdem wurde der Abriss der Schifffahrt 16 davon bezahlt. Ebenfalls gab es Arbeiten im Pfarrhaus in der St.-Petri-Straße 5. Die Vorplanung für die Sanierung des Wusterhausener Rathauses wurde darüber hinaus mit den Städtebaumitteln vergütet.

Das Rathausprojekt profitiert auch in den kommenden Jahren vom Städtebaugeld. „Wir haben bereits 2015 einen Förderbescheid über 793 200 Euro vom Infrastrukturministerium erhalten“, sagt Janschke. Das Geld wird in den Jahren 2016 bis 2019 ausgereicht. Geplant ist unter anderem, das Rathaus barrierefrei zu gestalten. Hier hat Wusterhausen bisher einen großen Nachholebedarf. Das Gebäude stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und besteht aus mehreren Teilen. Im historischen Stadtkern hat es eine besondere städtebauliche Bedeutung. Deshalb soll es als Einzeldenkmal erhalten und für die künftige Verwaltungsnutzung hergerichtet werden.

Der Umbau soll sich an der Geschichte des Hauses orientieren, die während der Vorplanung untersucht worden war. Unter anderem bedeutet das, dass die bestehenden Gebäude neu geordnet werden und an die Ansprüche einer modernen Verwaltung angepasst werden müssen. Außerdem sind Brandschutzauflagen zu erfüllen. Auch kleinere private Projekte sollen von dem Geld realisiert werden. Etwa 73 000 Euro fließen darüber hinaus laut Janschke über das Programm Stadtumbau Ost in die Herrichtung von Flüchtlingswohnungen.

Vom Land gefördertes  Projekt für die kommenden Jahre in Wusterhausen

Vom Land gefördertes Projekt für die kommenden Jahre in Wusterhausen: die Sanierung des Rathauses.

Quelle: Sandra Bels

Einen weitaus größeren Teil an Fördermitteln bekam die Stadt Kyritz für die Städtebauförderung im vergangenen Jahr. Gut 3,5 Millionen Euro wurden von Bund und Land für Projekte in der Stadt ausgereicht. Dazu kamen noch 617 000 Euro für Vorhaben in der Kleeblattregion über das Programm „Kleinere Städte und überörtliche Zusammenarbeit“. Dazu gehörten die Horterweiterung der Astrid-Lindgren-Grundschule Wusterhausen, die Außensanierung der Turnhalle Vehlow und Arbeiten in der Carl-Diercke-Schule. In der Stadt selbst konnte eine ganze Reihe Projekte verwirklicht werden.

1,4 Millionen Euro Fördermittel gab es unter anderem für die Sanierung der Kleinsthäuser in der Weberstraße, den Abriss der früheren Bäckerei Haupt, ebenfalls in der Weberstraße, sowie die Sanierung der Holzhausener Straße.

1,2 Millionen Euro Fördermittel flossen in die Goethe-Grundschule

Über das Programm „Stadtumbau Ost“ wurden die Planung der vorgesehenen Arbeiten in der Johann-Sebastian-Bach-Straße 6, die Herrichtung des Schulweges von der Perleberger Straße zur Carl-Diercke-Schule (sogenannter Affengang) sowie die Vorbereitung für die Verlängerung der Straße Am Bahnhof finanziert.

Knapp 1,2 Millionen Euro Fördermittel flossen in die Sanierung der Goethe-Grundschule samt Außenanlagen sowie in den Bau der Kita Mitte in der Prinzenstraße über den „Stadtumbau Ost – Rückführung sozialer Infrastruktur“. Kleinere Beträge wurden unter anderem in die Sicherungsarbeiten am Gebäude in der Pritzwalker Straße 2 investiert, wo auch ein Gebäudeteil abgerissen werden musste. 57 000 Euro gab es noch für die Herrichtung von 14 Wohnungen der Kyritzer Wohnungsbaugesellschaft für Flüchtlinge.

Insgesamt hat die Stadt Kyritz in alle Projekte einen Eigenanteil von gut einer Million Euro investiert.

Das brandenburgische Infrastrukturministerium hat im vergangenen Jahr Bundes- und Landesmittel aus der Städtebauförderung in Höhe von 83 Millionen Euro ausgereicht. Wusterhausen und Kyritz gehören zu den 67 Städten im Land, die davon profitieren. „Unsere Innenstädte haben sich dank des zielgenauen Einsatzes der Städtebauförderung und des großen Engagements der Menschen in den Kommunen wieder zu attraktiven Orten entwickelt“, sagt Bauministerin Kathrin Schneider. Die Erfolge seien überall sichtbar. Es gebe aber weitere Gebäude, die saniert werden müssen. „Deshalb werden wir unsere Stadtentwicklungspolitik fortsetzen und bis 2017 gemeinsam mit den Kommunen die Entwicklungsstrategie für die Städte im Land fortschreiben“, so Kathrin Schneider.

Mehr als 10 Millionen

Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin bekommen neben Wusterhausen die Städte Kyritz, Rheinsberg, Fehrbellin, Neuruppin und Wittstock diese besondere Förderung. Insgesamt fließen so etwa 9,5 Millionen Euro Städtebaufördermittel in den Landkreis.

In der Prignitz werden vier Städte bedacht: Lenzen, Perleberg, Wittenberge und Pritzwalk mit insgesamt gut 2,5 Millionen Euro.

Von Sandra Bels

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