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Millionen für schnelles Internet

Ostprignitz-Ruppin Millionen für schnelles Internet

Bis Ende 2018 sollen 97 Prozent der Haushalte in Ostprignitz-Ruppin schnell im Internet unterwegs sein können, und zwar mit Datenraten von 30 bis 50 Mbits je Sekunde. Um das zu schaffen, muss kräftig investiert werden. Gut 18 Millionen Euro stehen bereit. Das Gros des Geldes kommt vom Bund (60 Prozent), das Land beteiligt sich mit 30 Prozent, der Kreis mit 10 Prozent.

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Landrat Ralf Reinhardt (SPD)

Quelle: Andreas Vogel

Neuruppin. Optimistisch blicken Landrat Ralf Reinhardt (SPD) und Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde (Pro Ruppin) auf die Herausforderungen im neuen Jahr. Eines des größten Projekte im Landkreis ist dabei der Ausbau des Breitbandnetzes.

Mehr als 18 Millionen Euro sollen eingesetzt werden, damit möglichst bis Ende 2018 rund 97 Prozent der Haushalte in Ostprignitz-Ruppin schnell im Internet unterwegs sein können, und zwar mit Datenraten von 30 bis 50 Mbits je Sekunde. Bisher ist das laut einer Studie des Tüv Rheinlands lediglich für gut 50 Prozent der Haushalte im Landkreis möglich, die anderen Internetnutzer müssen mit einer Datenrate von weniger als zehn Mbits je Sekunde zurechtkommen.

Das Land soll für bessere Bahnanbindung nach Berlin sorgen

Doch nicht nur virtuell will die Region im nächsten Jahr vorankommen. Vielmehr hat der Landrat in seinem Jahresrückblick angekündigt, im neuen Jahr weiterhin Druck auf das Land für eine bessere Bahnanbindung der Städte und Gemeinden zu machen. Dabei geht es nicht allein um die direkte Anbindung des Prignitz-Expresses RE 6 in das Berliner Stadtzentrum sowie um das Einführen eines Halbstunden-Taktes in die Hauptstadt. Vielmehr soll die Regionalbahn RB 54 möglichst schon bald auch im Winter zwischen Berlin und Rheinsberg pendeln – und nicht allein von Ostern bis Oktober. Zugleich räumt Reinhardt ein, dass die Region den flächendeckenden Ausbau des Mobilfunknetzes „weiter lautstark einfordern“ müsse. Funklöcher gibt es derzeit vor allem in der Rheinsberger Region sowie im Amt Temnitz und in der Gemeinde Fehrbellin.

Neuruppins Bürgermeister Golde freut sich indes vor allem über den leichten Anstieg der Einwohnerzahlen sowie über die angekündigten Investitionen der Stadt im Bildungsbereich. „Eine Investition in Wissen bringt noch immer die besten Zinsen“, zitiert Golde den amerikanischen Staatsmann Benjamin Franklin  (1706–1790). So soll im Sommer der Hort am See in Gildenhall übergeben werden können, für dessen Sanierung mehr als zwei Millionen Euro investiert werden. Das nächste Großprojekt der Kreisstadt steht bereits bevor: die Sanierung der Wilhelm-Gentz-Schule einschließlich des Baus einer neuen Sporthalle. Etwa sieben Millionen Euro sind dafür vorgesehen.

Besondere Hürde für neue Feuerwache

Nach gut 20 Jahren abgeschlossen ist derweil die Sanierung des Neuruppiner Tempelgartens. Rund 3,5 Millionen Euro wurden für das Herrichten der historischen Anlage investiert, die sich, in Verbindung mit der Stadtmauer und dem Museum, zu einem touristischen Magneten in der Fontanestadt gemausert hat. Begonnen haben inzwischen die Vorbereitungen für ein anderes Großvorhaben: den Neubau einer Feuerwehrwache in Alt Ruppin, weil die alte Wache zu klein ist und längst den Anforderungen nicht mehr entspricht. Bei diesem Projekt, die Kosten werden derzeit mit fast zwei Millionen Euro beziffert, hat die Stadt eine besondere Hürde zu meistern. Denn das Land hat es abgelehnt, den Neubau der Feuerwehrwache zu fördern, während Neuruppins Verwaltung mit einem Zuschuss von 850 000 Euro gerechnet hatte.

Gespannt ist sicher nicht nur der Bürgermeister auf die Fontanefestspiele. Diese sollen Appetit machen, wenn 2019 mit Neuruppin das ganze Land den 200. Geburtstag von Fontane feiert.

Von Andreas Vogel und Reyk Grunow

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