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Ostprignitz-Ruppin Millionen für schnelles Internet in den Dörfern
Lokales Ostprignitz-Ruppin Millionen für schnelles Internet in den Dörfern
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21:38 13.09.2016
Bisher verfügen erst 51 Prozent der Haushalte in Ostprignitz-Ruppin über schnelles Internet. Quelle: DPA
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Neuruppin

Bis Ende 2018 sollen 97 Prozent alle Haushalte in Ostprignitz-Ruppin über einen schnellen Internetanschluss verfügen können. Dafür sind Investitionen von mehr als 21 Millionen Euro notwendig. Gleichwohl hat sich am Montagabend der Wirtschaftsausschuss des Kreistages einstimmig für dieses Modell des Breitbandausbaus ausgesprochen.

Das fiel auch nicht sonderlich schwer. Denn der Bund will Investitionen in das Breitbandnetz mit 50 Prozent fördern, das Land Brandenburg will weitere 40 Prozent beisteuern. Damit müsste der Kreis lediglich einen Eigenanteil von zehn Prozent für die Investitionen bereit stellen.

Ostprignitz-Ruppin hängt hinterher

Wo genau in Ostprignitz-Ruppin investiert werden muss, das hat in den vergangenen Wochen der Tüv Rheinland erforscht. Demnach verfügen derzeit lediglich 51 Prozent der Haushalte im Landkreis über schnelles Internet von mindestens 50 Mbit je Sekunde. Das liegt sowohl unter dem Durchschnitt des Landes (57 Prozent) als auch des Bundes (71 Prozent), sagte Jakob Hafner vom Tüv Rheinland. „Es gibt einen hohen politischen Druck des Bundes für den Ausbau des schnellen Internets“, so Hafner. Das will der Kreis nutzen und bis Mitte Oktober seinen Förderantrag abgeben. Sollte der wie erhofft im Januar bewilligt werden, könnten nach Ausschreibung und Vergabe der Arbeiten letztere im Juni nächsten Jahres beginnen. Dabei sollen im Landkreis 118 neue sogenannte Kabelverzweiger gebaut und die 165 bereits bestehenden mit Glasfaserleitungen ausgestattet werden. An den Kabelverzweigern kommen die Signale für das schnelle Internet an. Je weiter diese Verteilstationen jedoch von den Haushalten entfernt sind, desto langsamer wird die Internetverbindung. Davon können viele Ruppiner ein Lied singen. „Mancher Verzweiger steht in einer Entfernung von fünf Kilometern“, sagte der sachkundige Einwohner Hartmut Buschke aus Wusterhausen. Das soll sich ändern. Die Kabelverzweiger sollen künftig maximal 600 Meter von den Haushalten entfernt sein, sagte Hafner.

Gespräch mit Bürgermeistern über weiße Flecken

„Es ist wichtig, dass die Interessen der Betriebe vor Ort berücksichtigt werden“, sagte Hans Schaefer, Geschäftsführer der Wirtschaftsfördergesellschaft REG. Denn immer noch klagen Firmen, dass sie über kein schnelles Internet verfügen und damit einen klaren Wettbewerbsnachteil gegenüber konkurrierenden Unternehmen haben. Um sich darüber abzustimmen, ob der Tüv Rheinland wirklich alle weißen Flecken des schnellen Internets im Landkreis ermittelt hat, soll es am Donnerstag noch eine Runde mit den Amtsdirektoren und Bürgermeistern geben.

Gefördert werden Investitionen von Bund und Land aber nur unter einer Bedingung: Die jetzige Internetleistung muss unter 30 Mbit je Sekunde liegen. Das ist vielerorts in Ostprignitz-Ruppin der Fall, sowohl in den Dörfern, als auch in einigen Randlagen der Städte. Kreiskämmerer Arne Kröger hat deshalb bereits angekündigt, den Entwurf des Haushaltsplanes für 2017 noch mal zu prüfen – um den Eigenanteil des Kreises absichern zu können.

Von Andreas Vogel

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