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Ostprignitz-Ruppin Millionenprojekt in der Innenstadt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Millionenprojekt in der Innenstadt
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15:20 23.08.2016
Der erste Teil des Ensembles ist bereits eine Baustelle, das Haupthaus an der Ecke Königstraße/Sankt-Marien-Straße folgt. Quelle: Björn Wagener
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Wittstock

Ein großes Sanierungsprojekt läuft zurzeit in der Wittstocker Königstraße/Ecke Sankt-Marien-Straße. Es betrifft ein ganzes Häuserensemble – mit fünf Geschäften und künftig sechs Wohnungen. Noch knattern die Presslufthämmer, denn ein Teil der Baustelle wird von Grund auf erneuert. Etwa Anfang Januar 2017 sollen die ersten Mieter einziehen können. Diesen Zeitplan nennt Bauherr Florian Muhß. Aber der bereits jetzt völlig entkernte Bereich ist nur ein Teil des Gesamtvorhabens, das mit einem Millionenbetrag umgesetzt wird. „Wenn ich gewusst hätte, wie umfangreich es am Ende wirklich wird, hätte ich es vielleicht gar nicht angepackt“, sagt Florian Muhß, ist aber gleichzeitig zuversichtlich, die Investition auf lange Sicht stemmen zu können.

Das Rad diente früher einem Lastenaufzug. Quelle: Wagener

Florian Muhß stammt aus Wittstock, lebt inzwischen aber in Wesseling bei Köln. Er erwarb das Gesamtobjekt, das aus zwei Teilen besteht, aus der eigenen Verwandtschaft und entschied sich, die Sanierung mit Unterstützung der Familie anzupacken. Der erste Teil, ein früheres Lagerhaus, wurde komplett entkernt, um es jetzt modern, aber denkmalgerecht wieder aufzubauen. Im Dachgeschoss befindet sich sogar noch ein altes Drehrad, das früher dazu diente, Lasten hinaufzuziehen. „Die Straßenansicht soll ein einheitliches Bild bekommen“, so Muhß. Die Arbeiten würden voraussichtlich bis Dezember dauern. Vier Wohnungen werde es dann dort geben – jeweils zwischen 50 und 75 Quadratmetern groß, alle mit Balkonen. Die Arbeiten sollen auch deshalb möglichst schnell gehen, damit das Döner-Geschäft wieder eröffnen kann, das baubedingt vorübergehend schließen musste.

Sichtbares Fachwerk soll erhalten bleiben

Der zweite Teil, das Haupthaus, in dem sich jetzt ein Vodafone-Shop und eine Pizzeria befinden, soll ebenfalls modernisiert werden, wenn auch nicht so grundlegend wie das Nebengebäude. Diese Arbeiten werden sich anschließen und etwa im April oder Mai beendet sein. Die Auffrischung der Fassade beinhalte auch die Veränderung des großen Schaufensters der Pizzeria, das künftig kleinteiliger gestaltet sein werde. In den Räumen über dem Vodafone-Shop und der Pizzeria entstünden zudem zwei weitere Wohnungen – jeweils 100 bis 120 Quadratmeter groß. Sichtbares Fachwerk solle weitgehend erhalten und herausgearbeitet werden. Florian Muhß hofft, dass er rasch Mieter oder Wohnungskäufer finden wird, schließlich würden die Einnahmen zur Refinanzierung der Investition dringend gebraucht. Der Bauherr ist dankbar, dass ihn die Stadt Wittstock beim Akquirieren von Fördermitteln geholfen habe.

Mit Architektin Bärbel Kannenberg hat Florian Muhß eine erfahrene Fachfrau an seiner Seite. Sie ist zuversichtlich, dass die Sanierung im geplanten Zeitrahmen zu schaffen sein wird, „aber es ist eine schwierige Aufgabe“. Die alten Fachwerkhäuser erforderten generell einen hohen Aufwand. So seien die Decken in dem Sanierungsobjekt „von mieser Qualität“. Bärbel Kannenberg schätzt, dass das Haus Anfang oder Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut wurde.

Von Björn Wagener

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