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Ostprignitz-Ruppin Mini-Dörfer und Erntemaschinen, eine Leidensgeschichte
Lokales Ostprignitz-Ruppin Mini-Dörfer und Erntemaschinen, eine Leidensgeschichte
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11:38 19.10.2016
Kritik gab es auch in Rüdow. An einzelnen Tagen wurden dort 200 Traktoren und Lkw gezählt. Quelle: Matthias Anke
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Gantikow

Nach Groß Welle, Tornow und Rüdow gibt es nun auch Kritik aus Gantikow an dem offenbar gestiegenen landwirtschaftlichen Verkehr und an den großen Erntemaschinen oder Traktoren mit bis zu zwei Anhängern, die durch das Dorf fahren. „Die kleinen Straßen im Ort sind dafür überhaupt nicht ausgelegt“, klagt Ortsvorsteher Willi Dorn. Er beklagt sich zudem auch über einige Fahrer, die mitunter sehr rücksichtslos unterwegs seien. Willi Dorn suchte deshalb bereits das Gespräch mit einzelnen Fahrern – jedoch ohne Erfolg. Nach Ansicht des Ortsvorstehers wären genügend andere Straßen vorhanden, so dass die Traktoren nicht immer durch das Dorf fahren müssten.

Eine andere Lösung bestünde darin, entsprechende Schilder aufzustellen, die die Straßennutzung nur bis zu einem bestimmten Gesamtgewicht erlauben, stellt Willi Dorn fest. Ob hier der bürokratische Aufwand den Nutzen rechtfertigt, davon ist der Ortsvorsteher allerdings noch nicht recht überzeugt. Da die Ernten auch in den kommenden Jahren kaum geringer ausfallen und saisonbedingt viele Erntemaschinen unterwegs sein werden, gilt es nun, sich mit der Situation zu arrangieren.

An einzelnen Tagen wurden 200 Fahrzeuge in Rüdow gezählt

Eine ähnliche Kritik gab es in den vergangenen Wochen auch von Einwohnern aus Groß Welle (Gemeinde Gumtow), aus Rüdow (Stadt Kyritz) und aus Tornow (Gemeinde Wusterhausen). In Tornow hatte ein Landwirt aus Protest Schafe auf die Straße getrieben und damit Transportfahrzeuge gestoppt (wir berichteten). In Rüdow beklagten Einwohner einen so starken landwirtschaftlichen Verkehr wie noch nie zuvor. An einzelnen Tagen wurden 200 Traktoren und Lkws gezählt.

Gesprächsrunde in Wusterhausen geplant

Auch der Wusterhausener Bürgermeister Roman Blank sah in dem gestiegenen landwirtschaftlichen Verkehr und in den großen Erntemaschinen ein Problem, das aber „in der Agrarpolitik der Bundes- und Landesregierung begründet“ sei. Denn: Warum würde nicht per Bundesgesetz für die großen Silagetransporter eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h vorgeschrieben? Warum würden landwirtschaftliche Maschinen mit einer Breite von drei Metern zugelassen, obwohl die Fahrbahnen der Ortsverbindungsstraßen nur 2,75 Meter breit sein dürfen? Blank plant deshalb innerhalb der Reihe „Wusterhausener Gespräche“ eine Diskussionsrunde mit Politikern von der Bundes- und Landesebene.

Von Anja Schael und Axel Knopf

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