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Ostprignitz-Ruppin Miniflotte ist begehrt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Miniflotte ist begehrt
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00:17 15.09.2016
Auf der „Kronprinz Friedrich“ gibt es vor allem bei Fahrten am Vormittag noch genügend Platz für Ausflügler. Quelle: Andreas Vogel
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Neuruppin

Angesichts des anhaltend sommerlichen Wetters darf die Neuruppiner Fahrgastschifffahrt auf eine noch bessere Saison als im vergangenen Jahr hoffen. „Da hatten wir über 20 000 Fahrgäste“, sagte Carsten Bennesch am Montag.

Der Unternehmer betreibt gemeinsam mit Daniel Schmidt nicht allein den Bürgerbahnhof, sondern seit 2012 ebenfalls die kleine Flotte der Neuruppiner Fahrgastschifffahrt. Diese besteht aus der „Kronprinz Friedrich“ mit 110 Plätzen und der „Gustav Kühn“, auf der bis zu 180 Passagiere einen Ausflug auf dem Wasser unternehmen können. Beide Schiffe gehören den Stadtwerken, Bennesch und Schmidt haben sie lediglich gepachtet – und das Geschäft mit der Miniflotte innerhalb von drei Jahren so aufgezogen, dass die Ausflugsdampfer endlich keinen Verlust mehr einfahren. Das hatten die Stadtwerke zuvor jahrelang nicht geschafft. Vielmehr hatte die Miniflotte zuletzt ein Loch von 180 000 Euro im Jahr in die Kasse des städtischen Energieversorgers gerissen.

Schleusenfahrt bereits ausverkauft

Die Fahrten vom Neuruppiner Bollwerk aus über den Ruppiner See sowie nach Boltenmühle und Wus­trau waren in den vergangenen Tagen und Wochen dermaßen begehrt, dass Ausflügler, die sich spontan entschlossen hatten, mit einem der Schiffe mitfahren zu wollen, abgewiesen werden mussten – so auch Renate Schwarz. Die Neuruppinerin hatte sich mit ihrem Besuch aus Berlin auf eine Schleusenfahrt gefreut. Doch am Schiffsanleger erfuhren sie, dass die Tour bereits ausverkauft ist. „Unsere Enttäuschung und unser Entsetzen waren groß“, sagt Renate Schwarz. Zumal kurz vor der planmäßigen Abfahrt ein Bus anrollte, dessen Reisegruppe offensichtlich eine Sonderfahrt mit dem Schiff auf dem Ruppiner See unternahm.

Carsten Bennesch fällt es schwer, die Enttäuschung der Neuruppinerin zu verstehen. „Erst meckern die Neuruppiner, dass die Fahrgastschifffahrt jahrelang rote Zahlen schreibt und jetzt, dass sie keinen Platz bekommen.“ Dabei stehe der Fahrplan stets unter Vorbehalt. Der Grund: Jeder kann die Schiffe für eine private Feier buchen. Deshalb drängt das Unternehmen darauf, dass Fahrgäste ihren geplanten Ausflug auf dem Wasser vorher anmelden und sich ihre Plätze reservieren. Doch das scheint sich noch nicht überall herumgesprochen zu haben, obwohl die Fahrgastschifffahrt darauf auch auf ihren Internetseiten verweist.

Jeder kann die Schiffe für eine private Feier buchen

„Wenn das Schiff voll ist, dann ist es voll“, sagte Bennesch. Das sei nicht anders wie bei einer Gaststätte, einem Weinhaus oder bei einem Karussell. Diese Erfahrung musste jüngst ebenfalls eine Reisegruppe machen, die nach Boltenmühle mitkommen wollte – mit 32 Personen. Die Gruppe musste sich ein anderes Ausflugsziel suchen.

Trotz solcher immer wieder vorkommenden Erlebnisse denkt Bennesch nicht über einen dritten Ausflugsdampfer nach. „Das gibt der See nicht her.“ Dabei wäre ein kleineres Schiff mit weniger als 110 Sitzplätzen für private Feiern sicher gar nicht schlecht. Doch Bennesch winkt ab. „So ein Schiff verursacht einfach zu hohe Kosten.“ Das ist wohl auch der Grund dafür, dass die Stadtwerke das dritte Boot, die „Herz As“ immer noch eingemottet haben.

Von Andreas Vogel

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