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Ministerin besuchte Medizinische Akademie

Neuruppin Ministerin besuchte Medizinische Akademie

In welche Richtung steuert die Pflege? Brandenburgs Gesundheitsministerin Diana Golze (Die Linke) versucht derzeit, sich ein Bild zu machen. Am Mittwoch war sie in Neuruppin zu Gast. Die Leitung der Medizinischen Bildungsakademie skizzierte, wo der Schuh drückt – und mit welchen Maßnahmen man junge Leute für sich gewinnen will.

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Diana Golze im Gespräch mit Mitarbeitern der MBN. Dabei: Landrat Ralf Reinhardt (im dunklen Jackett).

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Gesundheitsministerin Diana Golze (Die Linke) war am Mittwoch in Neuruppin zu Gast. Auf ihrer „Pflegetour“ informierte sie sich in verschiedenen Einrichtungen bei den Trägern über deren Sorgen und Bedürfnisse. Ihr erster Stopp führte Golze an die Medizinische Bildungsakademie Neuruppin (MBN) in Gildenhall, eine Tochter der Pro Klinik Holding (PKH). Matthias Voth, klinischer Geschäftsführer der PKH, kam im Gespräch mit der Ministerin schnell zum Punkt. „Vor einem halben Jahr sah es hier ganz, ganz düster aus“, sagte Voth. „Da hatten wir echte Sorgen. Wir haben uns die Frage nach der Daseinsberechtigung der Akademie gestellt.“ Geringe Bewerberzahlen und Vakanzen in der Leitung hätten die Belegschaft vor große Herausforderungen gestellt. Mittlerweile habe sich die Situation gebessert, da die Bewerberzahlen deutlich gestiegen und auch die beiden Schulleiterposten inzwischen besetzt seien. „Ich denke, hier haben wir gute Leute gewonnen“, sagte Voth. Eine grundlegende Frage, die Voth in den Raum stellte, war die, wie der Beruf des Gesundheits- und Krankenpflegers insgesamt aufgewertet werden könnte. Die Patienten erwarteten vom Personal immer mehr, zugleich hätten viele Berufe im Dienstleistungssektor nicht das notwendige Ansehen.

René Kelling, stellvertretender Pflegedirektor, schilderte der Ministerin, welche Anstrengungen man unternommen habe, um junge Menschen für eine Ausbildung zu gewinnen. So sei eine neue Internetseite aufgesetzt worden, ab Donnerstag soll zudem ein Bus der Ostprignitz-Ruppiner Personenverkehrsgesellschaft mit Werbung über die Straßen rollen. Als nächstes möchte man die Hebammenausbildung anschieben. „Die derzeit nächsten Standorte sind Cottbus und Rostock“, sagte Kelling. Mit dem Start einer Hebammenausbildung in den kommenden zwei Jahren an der MBN oder an der Kooperationsschule in Brandenburg an der Havel könne sich die Situation bei der Versorgung mit Hebammen im Norden Brandenburgs deutlich verbessern, zugleich würde die Attraktivität des Standorts gesteigert.

Alexandra Stiefel, neue Schulleiterin für den Bereich Pflege, machte sich dafür stark, Studierende der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB) bereits während des Master-Studiums für die Abnahme der praktischen Prüfungen der Auszubildenden zuzulassen. „Wir bekommen keine ausgebildeten Medizinpädagogen auf dem freien Markt“, sagte Stiefel. Um nicht sieben Jahre warten zu müssen, bis die ersten Studierenden ihre Approbation erhalten haben, hofft sie, dass sich durch die Änderung entsprechender Richtlinien eine schnellere Lösung findet.

Von Mischa Karth

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