Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Ministerin übergibt zwei Förderbescheide
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ministerin übergibt zwei Förderbescheide
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 02.09.2016
ORP-Geschäftsführer Ulrich Steffen (l.), Ostprignitz-Ruppins Landrat Ralf Reinhardt (m.) und Infrastrukturministerin Kathrin Schneider. Quelle: Josephine Mühln
Anzeige
Neuruppin

Gleich zwei Förderbescheide hat Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) am Dienstag in Neuruppin übergeben. Einer davon ging an die Ostprignitz-Ruppiner Personenverkehrsgesellschaft (ORP) als Anschubfinanzierung für das Einrichten einer Kombibuslinie. Die zweite Förderung wurde an Bürgermeister Jens-Peter Golde (Pro Ruppin) überreicht – für das Umsetzen von Projekten im Wohngebiet rund um die Heinrich-Rau-Straße.

Ein Kombibus ist ein Bus, der in ländlichen Regionen neben Fahrgästen auch kleinere Mengen an Gütern, Post oder Fahrräder transportieren kann. „In der Uckermark hat sich der Kombibus längst eta­bliert“, sagte Kathrin Schneider. „Der Effekt ist, das ein schwach ausgelasteter Bus eine zusätzliche Aufgabe bekommt.“ Dabei stelle er allerdings keine Konkurrenz zum Güterverkehr dar, sondern erschließe vielmehr eine Nische, weil er viel kleinere Mengen transportiere, sagte die Ministerin.

Nächster Schritt ist eine Potenzialanalyse

Das Modell des Kombibusses solle auf bis zu vier weitere Landkreise übertragen werden; die ORP habe sich als eine der ersten Verkehrsgesellschaften dafür interessiert. Das Land unterstützt das Projekt mit 69 200 Euro, dazu kommt ein Eigenteil in Höhe von 86 500 Euro. Mit dem Geld solle nun eine Potenzialanalyse finanziert werden, um zu prüfen, auf welchen Strecken ein Kombibus eingesetzt und welche Partner gewonnen werden könnten, erläuterte ORP-Geschäftsführer Ulrich Steffen das weitere Vorgehen. Erste Ergebnisse könnten möglicherweise schon bis Jahresende vorliegen. „Wir sind hocherfreut, dass es uns gelungen ist, die Ersten zu sein“, sagte Steffen. „Das Projekt ist eine gute Möglichkeit, den öffentlichen Nahverkehr attraktiv zu halten und unsere Mindestbedienstandards weiter auszuweiten.“

Auch Neuruppins Bürgermeister Golde freute sich über den ihm überreichten Förderbescheid in Höhe von 80 000 Euro. Das Geld stammt aus dem Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“. Im Wohngebiet an der Heinrich-Rau-Straße soll die Fläche begrünt werden, auf der einst die alte Fernwärmetrasse verlief. Zudem soll mit dem Geld die barrierefreie Umgestaltung von Spielplätzen sowie von Geh- und Radwegen finanziert werden.

Bürgermeister Golde freut sich über Neuruppins Wachstum

Das Wohngebiet wurde Ende 1999 in das Förderprogramm „Soziale Stadt“ aufgenommen. Zentrales Vorhaben war damals der Umbau der ehemaligen Kita Krümelkiste zum heute gleichnamigen Mehrgenerationenhaus. „Durch die Finanzierung der geplanten Maßnahmen soll das Wohnquartier noch attraktiver werden und Räume für Begegnungen bekommen“, sagte Infrastrukturministerin Kathrin Schneider.

Wichtige Partner seien die Gemeinnützige Wohnungsbau Genossenschaft sowie die Neuruppiner Wohnungsbaugesellschaft, sagte Jens-Peter Golde. „Wir haben im Neubaugebiet weniger als vier Prozent Leerstand“, betonte der Bürgermeister. Er wies außerdem darauf hin, dass Neuruppin heute 1500 Einwohner mehr habe als noch vor fünf Jahren – und allein in der Kernstadt seit 2010 rund 500 Zuzüge verzeichnen konnte. Golde ist überzeugt, dass Neuruppin sich dem Wert von 33 000 Einwohnern – dem bisher höchsten Stand – wieder annähert. Stand jetzt seien 31 600 Einwohner. Aus dem Programm „Soziale Stadt“ hat Neuruppin seit 1991 Fördermittel in Höhe von 8,2 Millionen Euro bekommen.

Von Josephine Mühln

Baustellen in Innenstädten machen eigentlich niemanden glücklich. Anwohner nicht und schon gar nicht jene, die deshalb Umleitungen fahren müssen. Die Kyritzer, genauer die Mitglieder der Aktionsgemeinschaft Kyritzer Gewerbe, wollen das jetzt ändern und organisieren eine Baustellenparty.

02.09.2016

Seit 1992 das erste Windrad in Gerdshagen gebaut worden ist, hat die Prignitz in Sachen „Erneuerbare Energien“ eine beispiellose Entwicklung hingelegt. Im MAZ-Interview spricht der Sozialforscher Ludger Gailing über Chancen und Risiken des massiven Ausbaus der Anlagen.

02.09.2016

In der Fontanestadt wurde vor 25 Jahren der Grundstein für das Förderprogramm zur Sanierung historischer Stadtkerne gelegt. Am Dienstag und Mittwoch beschäftigen sich Experten beim 24. Kongress Städtebaulicher Denkmalschutz nun mit dem Thema „Umgang mit Wachstum und Schrumpfung in der historischen Stadt“.

02.09.2016
Anzeige