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Ostprignitz-Ruppin Ministerin verspricht Hilfe für Pflegeschule
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ministerin verspricht Hilfe für Pflegeschule
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02:15 08.05.2017
Die Medizinische Bildungsakademie Neuruppin freut sich über mehr Bewerber, die Gesundheits- und Krankenpfleger werden wollen. Quelle: Peter Geisler
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Gildenhall

Mit einem Hilferuf hat sich die Medizinische Bildungsakademie Neuruppin (MBN) an die Gesundheitsministerin Diana Golze (Linke) gewandt. Grund sind bürokratische Hürden beim Ausbilden von Gesundheits- und Krankenpflegern, genauer gesagt bei der Abnahme der praktischen Prüfungen. Denn die Prüfungen dürfen nicht von sogenannten Nachwuchslehrkräften abgenommen werden, die über einen Bachelorabschluss verfügen. Vielmehr ist das allein diplomierten Medizinpädagogen vorbehalten. Davon arbeiten zwar drei bei der MBN, die seit 2011 ihren Sitz in Gildenhall hat. Doch die drei kommen mit den praktischen Prüfungen kaum hinterher.

Das Land braucht 20 000 Krankenpfleger mehr als jetzt

„Wir haben glücklicherweise steigende Bewerberzahlen“, sagte Sven Stahl, der Leiter der Pflegeausbildung der MBN, am Donnerstag, als Ministerin Golze die Akademie kurz besuchte. Derzeit werden in Gildenhall in sieben Kursen Gesundheits- und Krankenpfleger ausgebildet, ab Oktober soll ein weiterer Kurs hinzukommen. Darüber freut sich auch Matthias Voth, der klinische Geschäftsführer der Pro-Klinik-Holding, zu der sowohl das Neuruppiner Krankenhaus als auch die MBN gehört. „Wir brauchen Krankenpfleger“, betonte Voth. Die Bildungsakademie setzt darauf, dass durch ein Ändern der Regeln bald auch die drei Nachwuchslehrkräfte im Haus die praktischen Prüfungen abnehmen dürfen. Das würde schon helfen, sagte Stahl.

Golze versprach, dass bis Herbst über den Vorstoß beraten wird. Denn auch die 15 anderen Krankenpflegeschulen im Land drängen auf eine Änderung. Das hat der Neuruppiner Medizinpädagoge Richard Staar (29) in seiner Bachelorarbeit nachgewiesen. Laut den jüngsten Prognosen benötigt das Land im Jahr 2040 rund 57 000 Pflegekräfte, das sind gut 20 000 mehr als jetzt. „Wir müssen uns wirklich strecken“, sagte Golze. Brandenburg will deshalb auch nicht warten, bis der Bund das Gesetz für die Pflegerausbildung ändert.

Von Andreas Vogel

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