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Ostprignitz-Ruppin Minna hat ihr Herz an Herzsprung verloren
Lokales Ostprignitz-Ruppin Minna hat ihr Herz an Herzsprung verloren
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00:18 18.04.2016
An jedem zweiten Mittwoch im Monat treffen sich die Herzsprunger im Gemeindehaus. Quelle: Claudia Bihler
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Herzsprung

Minna von Herzsprung hat inzwischen ihren vierten Mann im Haushalt begrüßt: Und auch der heißt wieder Heinrich – Heinrich IV.. Und auch mit diesem ist sie wieder in die Familienplanung eingestiegen. Insgesamt hat die Storchendame, die seit dem Jahr 1993 immer wieder in Herzsprung ihren Horst bezieht, jedoch nicht nur vier Männer gehabt, sondern auch für die Gründung der Herzsprunger Storchendynastie gesorgt: Die zählt allein seit dem Jahr 2003 insgesamt 22 Störche, alles Söhne und Töchter der Storchendame Minna.

Axel Riewe wird in Herzsprung liebevoll „Storchenvater“ genannt. Er schaltet den Beamer ab. Eigentlich habe er seinen Vortrag nur als Zwischenunterhaltung gesehen, meint er: „Denn ich habe einen Beamer, und wir wollen heute noch einen Film über die Herzsprunger Geschichte seit 1966 gucken.“

Alle vier Wochen, jeweils am zweiten Mittwoch der Woche, treffen sich Herzsprungs Senioren im Gemeindehaus auf Einladung des Dorfvereins „Jung und Alt“. Kaffee und Kuchen gibt es und auch regelmäßig ein Programm: mal ein Vortrag zum Thema Erbrecht, wie demnächst mit der neuen Notarin von Wittstock, mal zu anderen Themen. Oder auch, wie jetzt gerade, eine Filmvorführung.

Störche suchten über Herzsprung

Diesmal gibt es zunächst Störche, und über die hat der Storchenvater viel zu berichten. Immer wieder hatten Störche im Dorf nach einem Nistplatz Ausschau gehalten, auch mal auf einem Dach „geklappert“. Auch die Herzsprunger hatten bereits einen Versuch unternommen, einen Dorfstorch anzulocken. Unter anderem mit einem Horst in Dachreiter-Bauweise. Den und einen Teil des Daches hat dann der Blitz zerstört.

1993 war es dann, als Axel Riewe einen neuen Versuch wagte. Vom regionalen Stromversorger gab es einen Mast, den er im Garten aufstellte. „Um 17.45 Uhr war ich nach der Arbeit unter die Dusche gegangen. Und als ich um 18 Uhr wieder rauskam, war der Horst bezogen.“

Minna kam zum 14. Mal nach Herzsprung zurück

Das war Minna von Herzsprung, die Storchendame, die seit dieser Zeit dem Dorf treu geblieben ist und fleißig für Nachwuchs gesorgt hat. In diesem Jahr ist sie also im 14. Jahr wieder nach Herzsprung gekommen.

Mitunter, so erinnert sich Riewe, gab es auch mal einen Luftkampf über Herzsprung.“ Konkurrenzkämpfe unter den männlichen Störchen, die auch schon mal damit enden, dass die Eier aus dem Nest geworfen wurden.

Viele Nachfragen gibt es von den Senioren, auch dazu, wie Axel Riewe verlassene Storcheneier an eine Institution zum Ausbrüten brachte und so drei Jungstörchen ins Leben verhalf. 2011 hatte ein Fischadler den männlichen Storch geschlagen. Die Storchendame saß auf den Eiern und war nicht von ihnen wegzubewegen. „Wenn keine Ablösung kommt, verlässt sie die Eier nicht“, erklärt der Axel Riewe, „damit keine Raubvögel die Eier holen.“ Handeln war angesagt, und so beschaffte Riewe eine Hebebühne, packte die Eier in einen Wärmebehälter und brachte sie einer Storchenstation, wo die Eier ausgebrütet und die Störche ohne Menschenkontakt aufgezogen werden. Die packende Erzählung wird dann beendet, als der Film beginnt: Von 1966 an gibt es Stummfilmschnipsel, Fotos und Videofilme zu sehen.

Tag der offenen Tür in ganz Herzsprung

Die „Dorfgemeinschaft Jung und Alt“ hat sich zur Aufgabe gestellt, alle Generationen zusammenzubringen, erläutert die Vorsitzende Angela Grithe, „alle werden einbezogen.“ Etwa beim bevorstehenden Aufstellen des Maibaums, das der Förderverein gemeinsam mit der Feuerwehr und dem Bikerclub White Eagle für den 1. Mai organisiert.

Oder auch auf das Sommerfest, das für den 18. Juni geplant ist. „Und im Oktober laden wir nach Herzsprung zu einem großen Tag der offenen Tür ein“, sagt Grithe: „Zu diesem Anlass öffnen dann alle ihre Türen – ob das jetzt das Tierheim ist oder die Rettungswache, die Naturheilpraxis oder die Kita und das Gemeindehaus.“

Von Claudia Bihler

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