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Missverständnis sorgt für Unruhe in Neuruppin

Pläne für ehemalige Polikinik Missverständnis sorgt für Unruhe in Neuruppin

Die Ruppiner Kliniken weisen Gerüchte zurück, wonach in der früheren Poliklinik in Neuruppin Flüchtlinge untergebracht werden sollen. Das Gerücht kam wohl aufgrund eines Missverständnisses in die Welt. Dass die Ärzte vorübergehend ausziehen müssen, stimmt allerdings – aber aus einem anderen Grund.

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Die Kliniken wollen die einstige Poliklinik 2017 sanieren.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Die Sprecherin der Ruppiner Kliniken ist ratlos. Sie kann sich gar nicht erklären, woher die Gerüchte kommen, die derzeit durch die Kreisstadt wabern. Demnach sollen in der einstigen Poliklinik an der Neustädter Straße bald Flüchtlinge untergebracht werden und die Arztpraxen ziehen dort aus.

Letzteres ist zwar richtig, aber aus einem gänzlich anderen Grund: Das Krankenhaus will die einstige Poliklinik sanieren. „Es war nie im Gespräch, im Ruppiner Ärztehaus Asylbewerber unterzubringen“, versichert Klinik-Sprecherin Verena Clasen.

Die Planungen für die Sanierung stehen aber noch ganz am Anfang. „Wir befinden uns erst in der Vorprüfphase“, sagt Clasen. Das hat einen Grund. Die Arbeiten sollen erst im nächsten Jahr beginnen. Einen genauen Starttermin gibt es deshalb bisher ebenso wenig wie eine Aussage zu den Kosten für die anstehenden Arbeiten. Laut der Klinik-Sprecherin ist noch nicht einmal klar, in welches Gebäude in der Juncker­straße die Arztpraxen für die Zeit der Sanierung eigentlich umziehen werden. „Das wird noch geprüft.“ Die Pro-Klinik-Holding, zu der die Ruppiner Kliniken gehören, hat in der Neuruppiner Junckerstraße mehrere Gebäude.

Die Gerüchte zu den Flüchtlingen rühren möglicherweise daher, dass Ärzte oder Schwestern einige Patienten schon mal vorab informiert haben, dass sie demnächst eine Querstraße weiter zu finden sind. Da sich die Kliniken im Auftrag des Landkreises ebenfalls um die Betreuung von Flüchtlingen kümmern, kann da leicht was falsch verstanden worden sein.

Die Poliklinik in der Neustädter Straße war im September 1961 im Beisein von Max Sefrin eröffnet worden. Der CDU-Politiker war seinerzeit DDR-Gesundheitsminister. In das Ärztehaus kamen schon damals nicht allein Patienten aus Neuruppin, sondern ebenfalls aus Kyritz, Wittstock, Pritz­walk und Gransee. Vor gut zehn Jahren wurde in der alten Poli­klinik ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) eröffnet. Im Nachbargebäude kam wenig später das Hartz-Amt unter, das heute Jobcenter heißt.

Von Andreas Vogel

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