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Mit 25 km/h durch die Fußgängerzone

Neuruppin Mit 25 km/h durch die Fußgängerzone

Die Polizeidirektion Nord verband am Dienstagvormittag das Nützliche mit dem Praktischen. Zum einen informierte sie Senioren an ihrem Präventionsmobil über das Thema Verkehrssicherheit, zum anderen stoppten die Beamten auf dem Schulplatz zahlreiche Verkehrssünder, die durch die Fußgängerzone radelten.

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Polizeihauptmeister Bernd Krümmling und seine Kollegen stoppten Radfahrer am Neuruppiner Schulplatz. Foto: Peter Geisler

Neuruppin. „Halt, junger Mann. Absteigen!“ – Polizeihauptmeister Bernd Krümmling hebt die Hand und deutet einem Radfahrer auf dem Neuruppiner Schulplatz an, abzubremsen. Mit gut 25 Stundenkilometern ist er in der Fußgängerzone auf die Beamten zu geradelt, noch dazu Kopfhörer in beiden Ohren. Der junge Mann hält an und zeigt sich schnell einsichtig. Krümmling belässt es bei einer Ermahnung – ansonsten würden mindestens 15 Euro Bußgeld fällig. „Wenn der Radfahrer und beispielsweise ein Passant nur kurz abgelenkt sind, kann es schnell zum Unfall kommen“, erklärt Krümmling die Problematik an dem belebten Bereich. Gerade an Markttagen sei der Schulplatz besonders sensibel. Deshalb müssen Radfahrer ihren Drahtesel dort schieben. Doch das tun die wenigsten. Im Minutentakt stellen Krümmling und fünf seiner Kollegen einen Vormittag lang Radfahrer zur Rede. Die meisten der „Verkehrssünder“ wissen, dass sie dort absteigen müssen. Auch Autofahrer an der Kreuzung Karl-Marx-Straße/Wichmannstraße haben die Polizisten im Blick. Dort gilt Schritttempo – das sind vier bis sieben Stundenkilometer –, aber längst nicht jeder Fahrer hält sich an die Vorgabe.

Neben der Sensibilisierung von Rad- und Autofahrern verfolgt die Polizeidirektion Nord mit ihrer Präsenz in der Neuruppiner Innenstadt am Dienstagvormittag noch ein zweites Ziel. Sie will Senioren für das Thema „Verkehrssicherheit“ gewinnen. So können diese ihre Reaktionsgeschwindigkeit anhand eines einfachen Tests prüfen. Die Senioren müssen die Zahlen von 1 bis 30 in einer willkürlichen Anordnung verbinden – unter Zeitdruck. Broschüren geben darüber hinaus Auskunft über sicheres Fahren mit dem Auto und dem Rad und das richtige Verhalten im Falle eines Unfalls. Es sei gut, für solch einen Fall vorbereitet zu sein, sagt Liesel Geib, die ihr Rad vorschriftsmäßig schiebt und sich von den Beamten weitere Infos aus erster Hand holt.

Erstmals hat die Polizeidirektion Nord ihre Aktionstage in eine Woche landesweiter Aktionen eingebettet. Am Mittwoch sind die Polizisten unter anderem in Oranienburg, am Donnerstag in Perleberg vor Ort. Auch dort sollen parallel verstärkt Kontrollen von Radfahrern durchgeführt werden.

Von Mischa Karth

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