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Ostprignitz-Ruppin Mit 76 Jahren noch täglich zur Weide
Lokales Ostprignitz-Ruppin Mit 76 Jahren noch täglich zur Weide
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00:17 11.08.2016
Burckard Wolf mit Hund Carlo auf seiner täglichen Tour zu seinen Kühen auf der Weide. Quelle: Peter Geisler
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Walchow

Carlo weicht nicht von der Stelle. Ein Kommando von Burckhard Wolf und der achtjährige australische Hütehund gehorcht. Er folgt seinem Herrchen auf Schritt und Tritt. Wolf kommt gerade von seinen Kühen, die auf der Weide in Walchow leben.

Als Rentner noch in der Landwirtschaft tätig

Der 76-Jährige lebt seit 1952 in dem kleinen Luchdorf, wo seine Eltern einen Hof gekauft hatten. Dort wohnt er noch heute in dem Haus, in dem früher der preußische Amtsvorsteher lebte. Der hatte, wie Wolf zu erzählen weiß, ein wachsames Auge auf seine Mitbürger. „Wer am Wochenende nicht die Straße gefegt hatte, bekam ein Strafmandat“. Die Sitten haben sich geändert. Ordnung wird in Walchow aber immer noch gehalten.

Heute ist Wolf Rentner. Früher hat er auf der LPG gearbeitet, unter anderem als Treckerfahrer. Anschließend hat er von 1968 bis 1991 beim VEB Tierzucht in Neustadt (Dosse) als Besamungstechniker gearbeitet. Davon schwärmt er noch heute. „Das war eine wunderbare Zeit. Ich hatte viel Kontakt mit Menschen. Es war ein selbstständiges Arbeiten.“ Nebenher hielt er ein paar Bullen und Schweine, die nach Feierabend versorgt werden mussten. „Geschenkt bekam man nichts. Aber es hat sich gelohnt“, sagt er. Damals brachte der Verkauf noch richtig Geld.

Nach der Wende wurde Burckhard Wolf arbeitslos. Schließlich fand er einen Job in Berlin. „Viel Arbeit, wenig Lohn“, sagt er.

Noch immer hält er auf dem Land, das er nach der Wende zurück bekam, ein paar Kühe. Bei seinem täglichen Gang zur Koppel trifft er oft Jürgen Schindler, der wie er auf Qualität und nicht auf Masse setzt. „Ein Schwein muss Geburtstag feiern“, sagt Wolf. Den erleben die meisten Tiere nicht. Sie werden in der Regel nach 100 Tagen geschlachtet. Jedoch nicht bei Burckhard Wolf.

Von Dagmar Simons

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