Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 7 ° Regen

Navigation:
Mit 76 Jahren noch täglich zur Weide

Walchow Mit 76 Jahren noch täglich zur Weide

Burckhard Wolf aus Walchow ist zwar Rentner, betreibt aber immer noch eine kleine Landwirtschaft. Immer an seiner Seite ist der achtjährige australische Hütehund Carlo. Zu DDR-Zeiten arbeitete der 76-Jährige als Besamungstechniker. Von der Zeit schwärmt er noch heute.

Voriger Artikel
Luchstrolche im Kinderparadies
Nächster Artikel
Asylbewerber raubt Asylbewerber aus

Burckard Wolf mit Hund Carlo auf seiner täglichen Tour zu seinen Kühen auf der Weide.

Quelle: Peter Geisler

Walchow. Carlo weicht nicht von der Stelle. Ein Kommando von Burckhard Wolf und der achtjährige australische Hütehund gehorcht. Er folgt seinem Herrchen auf Schritt und Tritt. Wolf kommt gerade von seinen Kühen, die auf der Weide in Walchow leben.

Als Rentner noch in der Landwirtschaft tätig

Der 76-Jährige lebt seit 1952 in dem kleinen Luchdorf, wo seine Eltern einen Hof gekauft hatten. Dort wohnt er noch heute in dem Haus, in dem früher der preußische Amtsvorsteher lebte. Der hatte, wie Wolf zu erzählen weiß, ein wachsames Auge auf seine Mitbürger. „Wer am Wochenende nicht die Straße gefegt hatte, bekam ein Strafmandat“. Die Sitten haben sich geändert. Ordnung wird in Walchow aber immer noch gehalten.

Heute ist Wolf Rentner. Früher hat er auf der LPG gearbeitet, unter anderem als Treckerfahrer. Anschließend hat er von 1968 bis 1991 beim VEB Tierzucht in Neustadt (Dosse) als Besamungstechniker gearbeitet. Davon schwärmt er noch heute. „Das war eine wunderbare Zeit. Ich hatte viel Kontakt mit Menschen. Es war ein selbstständiges Arbeiten.“ Nebenher hielt er ein paar Bullen und Schweine, die nach Feierabend versorgt werden mussten. „Geschenkt bekam man nichts. Aber es hat sich gelohnt“, sagt er. Damals brachte der Verkauf noch richtig Geld.

Nach der Wende wurde Burckhard Wolf arbeitslos. Schließlich fand er einen Job in Berlin. „Viel Arbeit, wenig Lohn“, sagt er.

Noch immer hält er auf dem Land, das er nach der Wende zurück bekam, ein paar Kühe. Bei seinem täglichen Gang zur Koppel trifft er oft Jürgen Schindler, der wie er auf Qualität und nicht auf Masse setzt. „Ein Schwein muss Geburtstag feiern“, sagt Wolf. Den erleben die meisten Tiere nicht. Sie werden in der Regel nach 100 Tagen geschlachtet. Jedoch nicht bei Burckhard Wolf.

Von Dagmar Simons

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostprignitz-Ruppin

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg