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Ostprignitz-Ruppin Mit Eistee und Sandwiches zum Erfolg
Lokales Ostprignitz-Ruppin Mit Eistee und Sandwiches zum Erfolg
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00:17 05.12.2016
Die „Vorstandsmitglieder“ Sabeth Wegener, Marie-Luise Matzen und Lena Krane am Tresen des Café Tasca. Quelle: Foto: Peter Geisler
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Neuruppin

2016 wird die Belegschaft des Café Tasca nicht so schnell vergessen – und zwar im positiven Sinne. Anfang des Jahres feierte man das 10-jährige Bestehen des Schülercafés an der Evangelischen Schule, in der kommenden Woche gibt es eine Auszeichnung als bundesweit zweitbeste Schülerfirma. „Wir haben 38 von 40 möglichen Punkten erreicht“, sagt die Vorstandsvorsitzende Marie-Luise Matzen stolz. Geprüft wurden vom „Fachnetzwerk Schülerfirmen“ unter anderem der Geschäftsbericht und die Satzung des Projektes. Verbunden mit dem Preis ist eine Prämie von 500 Euro. Außerdem darf sich das Café ab sofort mit einem offiziellen Siegel als geprüfte Schülerfirma schmücken. „Das Siegel hat einen ziemlich hohen Stellenwert und ist bundesweit anerkannt“, erklärt Matzen.

Seit 10 Jahren im sanierten Anbau beheimatet

Die Idee eines Cafés von Schülern von Schüler feierte Anfang der 2000er Jahre bereits ein kurzes Gastspiel im Museumshof, seit 2007 ist man fest im sanierten Anbau der Grundschule am „Evi“ beheimatet.

Dank einer Zuwendung des Rotary Clubs konnten die damaligen Pioniere die benötigte Einrichtung beschaffen. Das Startkapital reichte aus, um eine Erfolgsgeschichte zu schreiben. Inzwischen erwirtschaftet das Café genug, um sich selbst zu tragen. „Alle Überschüsse werden wieder investiert“, sagt Matzen, die zugleich die Verantwortung für die Finanzen trägt. 40 Schülerinnen und Schüler helfen mit, dass der Betrieb am Laufen bleibt.

Im Café Tasca ist in den Pausen immer Betrieb. Das Café ist ein beliebter Treffpunkt nicht nur die die Schüler, die Hunger oder Durst haben. Quelle: Peter Geisler

Je nach Verfügbarkeit helfen die jungen Leute in den Pausen am Vormittag mit, dazwischen schmeißt ein Freiwilliger im sozialen Jahr due Küche. Während die „Jüngeren“ ab Klasse 7 nach und nach an den Betrieb herangeführt werden, kümmern sich die „Älteren“ um die Abendveranstaltungen, die im Café Tasca mal stattfinden. Einmal die Woche ist beispielsweise ein Tanzlehrer aus Berlin zu Besuch. Er nutzt die Räumlichkeiten für Kurse. Zwei „Mitarbeiter“ sorgen hinterm Tresen dafür, dass niemand verdursten muss – und das Tasca Umsatz macht.

Im Vormittagsgeschäft sind vor allem Eistee, Cola und Kaffee gefragt, sagt Sabeth Wegener. Sie ist ebenfalls im Vorstand und kümmert sich um den Einkauf. Dazu prüft die Elftklässlerin die Bestände und bestellt Nachschub, wenn nötig. Gut gehen Panini-Sandwiches, die erst seit Kurzem zum Sortiment gehören. Es sei wichtig, immer mal wieder etwas Neues auszuprobieren. Man lernt sehr viel, ich glaube, dass kann einem später viel bringen im Berufsleben“, sagt Wegener. Und ihre Kollegin Lena Krane fügt hinzu: „Man kann zum Beispiel lernen, Verantwortung zu tragen.“

Der Vorstand ist zu sechst

Insgesamt ist der Vorstand zu sechst, Lehrer Frank Weigel ist von der ersten Stunde an mit dabei und unterstützt die Schüler bei Fragen und Problemen. Warum der überwiegende Teil der Belegschaft weiblich ist, darauf hat keiner eine rechte Antwort. Muss die Fragen also offen bleiben.

Fest steht hingegen, dass das Jahr 2016 für das Tasca mit einem weiteren Highlight zu Ende geht – zumindest, wenn alles glatt läuft. Vom 9. bis 11. Dezember findet auf dem Dach der erste Weihnachtsmarkt im Tasca statt. Dabei gibt es regionale Produkte und Geschenke für die Liebsten. „Aufwärmen kann man sich dann unten im Café bei heißen Getränken und weihnachtlicher Musik“, verrät Marie-Luise Matzen.

Von Mischa Karth

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