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Ostprignitz-Ruppin Mit Maßband und App auf Baumkatastertour
Lokales Ostprignitz-Ruppin Mit Maßband und App auf Baumkatastertour
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00:17 15.07.2016
Mit dem Maßband messen die Schüler die Entfernung der Pflanzen zur Stadtmauer und vermerken auch gefährliche Schräglagen. Quelle: Christian Bark
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Wittstock

Welche Bäume wachsen entlang der historischen Wittstocker Stadtmauer, in welchem Zustand sind sie und inwiefern könnten sie dem Bauwerk auch gefährlich werden? Diesen und weiteren Fragen gehen neun Schüler der Klasse 9a des Wittstocker Gymnasiums in dieser Woche auf den Grund. Einen ersten Abschnitt, nämlich vom Gröpertor bis zur alten Post beziehungsweise auf Höhe des ehemaligen Röblertores, haben die Jugendlichen am Dienstag bereits in ihr Baumkataster aufgenommen.

Auch über eine Handy-App konnten die Schüler die Größe der Bäume messen. Quelle: Christian Bark

„Die Aktion findet im Rahmen unserer Medienprojektwoche statt“, informierte Biologielehrerin Gabriele Bertram. Gemeinsam mit Mitgliedern des Fördervereins Stadtmauer sowie Stadtförster Guido Bischoff erkundeten die Jugendlichen den Baumbestand auf bestimmte Arten, Gesundheitszustand sowie ihrem Verhältnis zur Stadtmauer. „Der Baum hängt derart schief über der Mauer, das könnte bei Unwetter zu einem Problem werden“, stellte die 15-jährige Antonia Stürmer fest. Gemeinsam mit ihrem Mitschüler Amon Dibbert maß sie den Abstand der Bäume zur Mauer und notierte die Werte im Protokoll.

Ein Stück Heimat neu kennengelernt

Weitere Schüler bestimmten derweil die Größe der Bäume. Neben der klassischen Höhenbestimmung durch das so genannte Försterdreieck, welches Bischoff den Schülern erklärte, waren diese auch mit einem Lasermessgerät und einem Smartphone ausgestattet. „Wir haben im Vorfeld eine App gesucht, mit der wir die Höhe der Bäume bestimmen können“, sagte der 15-jährige Torben Winter. Ganz genau funktioniere diese jedoch nicht immer. „Es gab Abweichungen von bis zu einem halben Meter“, berichtete Gabriele Bertram.

Förster Guido Bischoff (r.) demonstrierte die Messmethode des Försterdreiecks. Quelle: Christian Bark

Neben Bäumen dokumentierten die Schüler auch andere Gewächse wie Sträucher oder Efeu. „Der kann nämlich durchaus gefährlich für das Mauerwerk werden“, erklärte Fördervereinsmitglied Markus Hennen. Die Pflanze wachse tief ins Mauerwerk hinein, könne dort Stämme entwickeln und dieses regelrecht sprengen. Neben dem mathematischen und biologischen Aspekt lag Hennen aber auch der historische am Herzen. „Die Schüler haben schon einiges zur Geschichte der Mauer kennegelernt“, sagte er. Das fördere auch die Identitätsfindung der jungen Wittstocker.

„Wittstock ist schon eine schöne Stadt“, stellte der 15-jährige Max Samosch beim Mauerrundgang fest. „Ich bin sicher, die Schüler werden die Umgebung entlang der Stadtmauer beim nächsten Spaziergang mit anderen Augen wahrnehmen“, lobte Bertram das Projekt und auch Förster Bischoff freute sich, Jugendlichen die Natur in deren Stadt etwas näher gebracht zu haben. Ende der Woche wollen die Schüler ihre Daten zusammentragen und diese in einer Präsentation am Dienstag in der Aula vorstellen.

Von Christian Bark

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