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Ostprignitz-Ruppin Mit Pfefferspray und Messer angegriffen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Mit Pfefferspray und Messer angegriffen
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00:16 30.06.2017
Quelle: dpa
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Neuruppin

Kein Schulabschluss, keine Ausbildung, keine Arbeit: „Ich habe noch nie eigenes Geld verdient“, sagte Nico M. Das brauchte der 22-Jährige aber dringend – für Alkohol und Drogen. Und er besorgte es sich durch Straftaten.

Alkohol und Drogen bestimmten seinen Alltag

Unter anderem wegen räuberischen Diebstahls und gefährlicher Körperverletzung muss sich der gebürtige Cottbuser seit Dienstag vor dem Landgericht Neuruppin verantworten. Er beschrieb eine wenig glückliche Kindheit. Als er klein war, kamen die Eltern ins Gefängnis und er zu Pflegeeltern, die ihn rauswarfen, als er 13 Jahre alt war. Damals kam er erstmals in Kontakt mit Alkohol und Drogen. Nach eigenen Angaben konsumierte er ab dem 18. Lebensjahr bis zu seiner Verhaftung am 4. Februar täglich zehn bis 15 Flaschen Bier und ein bis zwei Flaschen Schnaps. Eine Therapie war erfolglos: Nach zwei Wochen wurde er wieder rückfällig. Einige Monate hatte er in Neuruppin zugebracht, dorthin kehrte er 2015 zurück. Lebte erst im Obdachlosenheim, dann in einer eigenen Wohnung in Wustrau, dann „mal hier, mal dort“.

Angeklagter geständig

Am 16. November 2016 kam es zu der ersten angeklagten Tat, zu der er sich vor Gericht aber nicht äußern wollte. Nico M. soll in der Bilderbogenpassage mit einem Mann eine Auseinandersetzung gehabt haben, in deren Verlauf der Angeklagte seinem Gegenüber Pfefferspray ins Gesicht sprühte. Den zweiten Vorwurf räumte er dagegen unumwunden ein. Er hatte am 30. Dezember im Neuruppiner Kaufland fünf Flaschen Whisky mitgehen lassen. „Ich hatte Suchtdruck und kein Geld, mir etwas zu kaufen“, sagt er. Er wurde vom Ladendetektiv und einer weiteren Person gestellt. „Um aus der Situation“ herauszukommen, wie er sagte, zückte er das Pfefferspray. Zur dritten Tat kam es am 4. Februar. In Begleitung eines Freundes fuhr er mit dem Bus von Kyritz nach Neuruppin. Sein letztes Geld ging für die Fahrkarte drauf. Da sie noch „Stoff“ besorgen wollten, sei er auf die „Schnapsidee“ gekommen, dem Busfahrer ein Messer vorzuhalten und Geld zu fordern. In der Hoffnung, der Mann gibt ihm Geld und er kann abhauen. Der Plan ging nicht auf: Nico M. wurde fest genommen.

Am 6. Juli geht der Prozess weiter.

Von Dagmar Simons

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