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Mit Tempo 80 durch Blumenthal

Einsatz am Straßenrand Mit Tempo 80 durch Blumenthal

Angepeilt, gemessen, rausgewinkt: Von Donnerstag, 6 Uhr, bis Freitagfrüh, 6 Uhr, lief bundesweit der sogenannte Blitzermarathon. Die Polizei machte verstärkt Geschwindigkeitskontrollen. Obwohl die Aktion zuvor angekündigt wurde, waren doch etliche Fahrer schneller als erlaubt unterwegs.

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Einbrecher fahren mit Radlader umher

Dana Hefenbrock und Jörg Rachow bei der Kontrollaktion im Wittstocker Rote-Mühle-Weg.

Quelle: Björn Wagener

Wittstock/Blumenthal. Die Rechnung ist einfach: 65 km/h, nach Abzug der Toleranz sind es immer noch zwölf Stundenkilometer zu viel. Das ergibt ein Verwarngeld von 25 Euro. Als Polizist Jörg Rachow am Donnerstag um 11.30 Uhr einer Autofahrerin im Wittstocker Rote-Mühle-Weg diese Mitteilung macht, ist sie zwar nicht erfreut, greift aber ohne lange Diskussion zum Portemonnaie. Die Prozedur ist schnell erledigt. Wer das Geld nicht in bar dabei hat, kann auch mit der EC-Karte zahlen.

Ein freundlicher Grundton

Während der Kontrolle liegt trotz Zahlungsaufforderung keine Aggression in der Luft, sondern eher eine gelöste Stimmung. Beide Seiten gehen freundlich miteinander um. „Termindruck“ gibt die Frau als Grund dafür an, etwas zu schnell gewesen zu sein.

„Das hören wir sehr oft, wenn wir Fahrer herauswinken“, sagt Dana Hefenbrock, die Leiterin des Polizeireviers Wittstock. Gemeinsam mit ihren Kollegen Jörg Rachow und Manuela Hennig war sie am Donnerstag im Laser-Einsatz – zunächst in Blumenthal. Dort seien insgesamt vier Fahrer als zu schnell gemessen worden. Der Höchstwert habe bei Tempo 80 gelegen.

Ganz so weit über den erlaubten 50 km/h lagen die insgesamt drei herausgewinkten Fahrer im Rote-Mühle-Weg nicht. 65, 66 und 68 km/h zeigte das Lasergerät dort an. Am Nachmittag schloss sich dann ein weiterer Einsatz in der Röbeler Straße an.

Die meisten Fahrer im Limit

Das war der Beitrag der Polizisten aus dem Wittstocker Revier zum gestrigen bundesweiten Blitzermarathon. Ab 14 Uhr übernahmen dann Beamte aus Nachbarregionen den Laserdienst im Raum Wittstock. „Denn wir haben auch noch andere Aufgaben zu erfüllen“, sagt Dana Hefenbrock. Sie peilte die Fahrer im Rote-Mühle-Weg in einer Entfernung von 350 bis 450 Metern an – möglich wären bis zu 1000 Meter. Die meisten Fahrer waren im Limit.

Nachsicht bei sehr geringen Überschreitungen

Manche fuhren sogar auffällig langsam – mit Tempo 28, andere winkten den Beamten lächelnd zu, womöglich hatten sie vom Blitzermarathon zuvor gehört. Denn die Brandenburger Polizei machte kein Geheimnis um die Aktion, gab die Standorte vorher preis. „Wir wollen die Fahrer schließlich nicht ärgern. Es geht um die Verkehrssicherheit“, so Dana Hefenbrock. Wer nur leicht zu schnell war, konnte sogar mit Nachsicht rechnen und sah lediglich einen erhobenen Zeigefinger. Ab Tempo 60 war die Toleranzgrenze der Polizisten allerdings erreicht. Dann wurde es ernst, und die Fahrer mussten Farbe bekennen. „Darauf sollten sich Kraftfahrer aber nicht verlassen“, sagt Dana Hefenbrock, denn andere Polizisten könnten auch strenger sein.

Der Blick in die Fahrerkabine

Die Geschwindigkeit war zwar der Hauptgrund, um den es ging, aber nebenbei achteten die Beamten auch darauf, dass die Fahrer angeschnallt sind und nicht etwa ein Handy am Ohr hatten. „Wir haben eine Vergrößerung am Lasergerät, können also gut in die Fahrerkabinen schauen“, sagt Dana Hefenbrock. Bevor ein Autofahrer den lasernden Polizisten sieht, hat dieser also meist schon die wichtigsten Informationen buchstäblich in der Tasche. Auch das sonnige Frühlingswetter war gut für die Kontrollaktion – zumindest aus Polizei-Sicht. Denn bei Regen können Messwerte verfälscht werden.

Das Polizeirevier in Wittstock verfüge über zwei Lasergeräte, so die Chefin. Wo welche Mess-Einsätze stattfinden, werde oft kurzfristig entschieden. „Wir reagieren natürlich auch auf Anliegerbeschwerden.“

Von Björn Wagener

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