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Ostprignitz-Ruppin Mit alten Geschichten von Haus zu Haus
Lokales Ostprignitz-Ruppin Mit alten Geschichten von Haus zu Haus
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15:36 28.09.2017
Das Wohnhaus der einstigen Bäckerei Voigt war baufällig und musste abgerissen werden, doch in die frühere Backstube ist mit einem Kindergeschäft wieder Leben eingekehrt. Quelle: André Reichel
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Wusterhausen

Mehr als 50 Teilnehmer kamen am Mittwochnachmittag zum zweiten Stadtspaziergang, zu dem der Wusterhausener Kulturverein eingeladen hatte. Treffpunkt war das Wegemuseum am Marktplatz, wo bereits Roland Tille historisch gewandet als Stadtführer wartete. Ihm zur Seite stand die Vorsitzende des Wusterhausener Kulturvereins, Bärbel Hartwig, und weitere Vereinsmitglieder. Einen langen Tross hinter sich herziehend, machte sich der Stadtführer und die Vereinschefin pünktlich um 17.30 Uhr auf den Weg in Richtung Bahnhofstraße, die im Mittelpunkt des knapp zweistündigen Stadtrundganges stand.

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Der zweite Wusterhausener Stadtspaziergang führte durch die Bahnhofstraße.

Geplant war eigentlich, dass Stadtführer Roland Tille aus der Geschichte der Bahnhofstraße erzählt, doch dies überließ er liebend gern einigen anderen Wusterhausenern, die sich bestens auf die Führung vorbereitet hatten. So hatte Jörg Wirsam jede Menge alte Fotos mitgebracht und eigens einen Lageplan der Bahnhofstraße erstellt, in dem alle einstigen Geschäfte und Bewohner aufgelistet waren. Auch Christiane Schael, Mitglied im Kulturverein, hatte ihre alten Postkarten und Fotos großformatig ausgedruckt und zeigte diese unterwegs an den entsprechenden Häusern. Fotos und spannende Geschichten zu etlichen Häusern hatte außerdem Marco Schimpke im Gepäck. Viel zu erzählen hatte auch Rainer Lehmann. Der Wusterhausener leitete den ersten Stadtspaziergang vor einem Jahr, bei dem es um die Geschichte der Berliner Straße ging.

Das Haus Nr. 16 überstand den Stadtbrand von 1756

Vor Ort konnten sich die Teilnehmer angesichts solch geballten Fachwissens ein lebendiges Bild der alten Bahnhofstraße machen. Sie erfuhren beispielsweise, dass das Haus Nummer 16 schon den Stadtbrand von 1756 überstand und wie die Häuser einst aussahen, die es heute längst nicht mehr gibt. Auch zum um 1900 gebauten Villenviertel am Bahnhof gab es Spannendes zu erfahren.

Nach zwei Stunden war der Rundgang beendet. Abschließend sagte Roland Tille: „Es freut uns sehr, dass auch der zweite Stadtspaziergang sehr gut angenommen wurde“. Nächstes Jahr soll der Marktplatz Thema sein.

Von André Reichel

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