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Ostprignitz-Ruppin Mit dem Schwert nach Wildberg
Lokales Ostprignitz-Ruppin Mit dem Schwert nach Wildberg
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00:33 15.07.2015
Hoch zu Ross mit Schwert und Schild kamen die Freien Ritter nach Wildberg. Quelle: Jan Philipp Stoffers
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Wildberg

Links herum oder ab durch die Mitte – diese Frage stellen sich die Männer der Freiwilligen Feuerwehr am Sonnabend kurz vor dem Start des Wildberger Festumzugs. An dessen geplanter Route stehen zahlreiche Schaulustige, denn das Dorf hat zur Feier seines 700. Geburtstages eingeladen. Der Treck marschiert schließlich in einer großen Schleife um den Pulk der Schaulustigen herum und dann aufs Ziel zu: den Marktplatz, auf dem die eigentliche Feier steigt.

Bunt, laut und historisch kommt der Umzug daher. Eine Blaskapelle bildet die Vorhut, gefolgt von Rittern hoch zu Ross und Adligen in edlem Zwirn. Handwerker und das ärmlich gekleidete Fußvolk flanieren an Hunderten Schaulustigen vorbei. Jeder Gruppe laufen Standartenträger voraus, auf deren Schildern die Geschichte Wildbergs erzählt wird. An vielen Häusern der Ortschaft sind Tafeln mit Hinweisen zu dort ehemals ansässigen Handwerksbetrieben oder verstorbenen Persönlichkeiten angeschlagen. Ganz Wildberg hat sich herausgeputzt.

Mit einem Umzug in historischen Kostümen haben die Wildberger am Sonnabend das 700-jährige Bestehen ihres Ortes gefeiert. Das Spektakel zog die Schaulustigen geradezu magisch an.

Nach der Eröffnungsrede von Ortsvorsteher Ulrich Jaap lässt es die Fehrbelliner Schützengilde krachen. Mit originalgetreuen Vorladergewehren und Kanonen feuern die Schützen in blauer Preußenuniform Salutschüsse in den Himmel. Am Marktplatz sorgen auf der Bühne das Schalmeien­orchester, das Jugendblasorchester der Neuruppiner Kreismusikschule und Herr O. für musikalische Unterhaltung. In den Zelten zeigen Handwerker ihr Können. Die kleinen Besucher können sich auf einer großen Hüpfburg austoben, während sich die Eltern im Schatten der Bäume entspannen.

Feier übertraf alle Erwartungen der Organisatoren

„Wir hatten im Vorfeld bereits viel Unterstützung. Die Feier hat aber unsere Erwartungen bei Weitem übertroffen“, sagt Ortsvorsteher Ulrich Jaap. Er trägt die Tracht eines Edelmannes. Von der langen Historie Wildbergs sind nicht nur die Kostüme der Umzügler, sondern die Feierlichkeiten selbst geprägt. Die Verantwortlichen um Ulrich Jaap und Ortschronist Egbert Zemlin haben wichtige Eckpunkte aus der langen Geschichte der Gemeinde als Inspiration für die Geburtstagsfeier gewählt. Von der Gründung, über den 30-jährigen Krieg, infolge dessen Wildberg und die umliegenden Dörfer im Jahr 1638 vollständig zerstört wurden, über die Weltkriege bis hin zum Wiedererwachen des Dorfes nach dem Mauerfall, wird nun die ereignisreiche Geschichte Wildbergs veranschaulicht.

Unterstützung dafür kam aus den umliegenden Dörfern Neustadt, Garz, Kyritz, Ganzer und Kerzlin. Die Fehrbelliner Schützengilde ist beim Umzug ebenso dabei wie die Freien Ritter der Ostmark, die mit Schaukämpfen in voller Rittermontur die Zuschauer zum Staunen bringen. Aus Wittstock sind traditionelle Töpfer, Filzer und Weber angereist. „So ein Großereignis schweißt die Gemeinschaft zusammen“, sagt Ulrich Jaap und freut sich über die große Unterstützung.

Rund 1500 Besucher werden in Wildberg bis zum späten Nachmittag gezählt. Ab dem Abend sorgt DJ Harald Börger für Feierlaune – und das vermutlich bis spät in die Nacht.

Von Jan Philipp Stoffers

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