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Mit dem Tierpark geht’s bergauf

Kunsterspring Mit dem Tierpark geht’s bergauf

Das vergangene Jahr hätte für den Tierpark Kunsterspring kaum schlimmer verlaufen können. Die Bilanz: Über 100 tote Tiere und 10 000 Besucher weniger als noch im Jahr zuvor. Dennoch ist der Tierparkleiter optimistisch.

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Der Tierparkleiter Peter Mancke füttert die Wölfe im Heimattierpark Kunsterspring. Er zieht eine durchwachsene Bilanz für das Jahr 2017.

Quelle: Peter Geisler

Kunsterspring. Das Jahr 2017 war ein schwieriges Jahr für den Tierpark Kunsterspring. Nach der Vogelgrippe im Januar und Februar bereiteten ein verregneter Sommer und schließlich verheerende Herbststürme dem Tierpark große Probleme. Dennoch ist der Tierpark-Leiter Peter Mancke optimistisch, dass 2018 erfolgreicher wird. „Wir brauchen uns nicht zu verstecken, unser Tierpark besitzt ein sehr hohes Niveau“, sagt er.

Herbe Verluste in einem Jahr

Vor wenigen Wochen wurden alle Tiere des Tierparks gezählt. Dabei wurde deutlich, wie schwer die Verluste aus dem Vorjahr immer noch zu spüren sind. Innerhalb eines Jahres ist der Tierbestand um mehr als 100 Tiere gesunken. Derzeit leben noch etwa 400 Tiere in den Gehegen in Kunsterspring.

Archivbild vom Januar 2017

Archivbild vom Januar 2017: Der Tierpark muss wegen der Vogelgrippe geschlossen bleiben.

Quelle: Peter Geisler

Weil im Frühjahr 2017 zwei Hühner im Tierpark positiv auf die Vogelgrippe getestet worden waren, wurden auf Anweisung des Veterinäramtes viele Enten und Hühner getötet. „Wir haben sehr an den Tieren gehangen, deshalb war das eine schwere Zeit für uns“, sagt Peter Mancke. Der Tierpark war mehrere Wochen lang für die Öffentlichkeit geschlossen. Aber die Vogelgrippe konnte schließlich eingedämmt werden. Trotzdem sind seitdem etwa 15 Arten weniger im Tierpark zu sehen. „Bestände, die 20 oder 30 Jahre mühsam aufgezogen worden sind, können nicht so einfach ersetzt werden“, erklärt Peter Mancke.

Bei Regen blieben Besucher Zuhause

Dann kam der Sommer, und der war 2017 verregnet. Bei Regen blieben laut Mancke viele Besucher lieber Zuhause. Am Ende der Saison waren die Besucherzahlen um einiges geringer, als in den Vorjahren. 2017 zählte der Tierpark insgesamt rund 50 000 Besucher. Ein Jahr zuvor waren es noch 60 000 gewesen.

Schäden durch Sturm im Tierpark Kunsterspring

Schäden durch Sturm im Tierpark Kunsterspring

Quelle: Peter Geisler

Die Herbststürme „Xavier“ und „Herwart“ hatten viele Bäume und Zäune umgeworfen, zum Glück wurde dabei weder ein Tier, noch ein Mensch verletzt. In den Sturmnächten mussten die Parkmitarbeiter allerdings Sonderschichten einlegen, um zu verhindern, dass Wölfe aus dem schwer beschädigten Gehege ausbüxten.

Neue Stelle ausgeschrieben

Peter Mancke war dankbar für jede helfende Hand. Damit er auch in Zukunft derartige Krisensituationen gut überstehen kann, soll der Tierpark bald Verstärkung bekommen. Zurzeit ist eine Stelle als Betriebshandwerker im Tierpark ausgeschrieben. Bis morgen läuft noch die Bewerbungsfrist.

„Wir hoffen, dass 2018 ein gutes Jahr wird“, sagt Peter Mancke. Wenn das Wetter mitspielt, würden auch die Besucher wieder zahlreicher erscheinen. Vielleicht bekommen sie dann sogar die sehnlich erhofften Schwarzstorchjungen zu sehen. Die Schwarzstörche haben vor kurzem einen neuen Unterbau errichtet bekommen und haben inzwischen die Geschlechtsreife erreicht. „Es wäre toll, wenn die Störche brüten würden“, sagt Peter Mancke.

Neues Wisent erwartet

In den nächsten Wochen erwartet der Tierpark eine neue Wisentkuh aus dem Wisentreservat Damerow. Peter Mancke ist sich sicher, dass der Tierpark erheblich zur Attraktivität der gesamten Region beiträgt. Er ist stolz auf die Vielfalt in Kunsterspring: „Die Menschen gehen entspannt und mit einem Lächeln nach einem Spaziergang wieder aus dem Park heraus. Das ist für mich fast so, wie der Applaus für einen Künstler“, sagt der Tierparkleiter.

Von Jonas Nayda

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