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Mit der Feuerwehr zur Siegerehrung

Beste Radfahrer in den vierten Klassen gekürt Mit der Feuerwehr zur Siegerehrung

Die Grundschule Heiligengrabe hat den Wettbewerb der sichersten Radfahrer des Landkreises Ostprignitz-Ruppin gewonnen. Gegen die Rosa-Luxemburg-Schule setzten sich die Viertklässler aus Heiligengrabe hauchdünn durch. Um ein Haar hätten sie die Prämierung verpasst.

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Besonders mit Vorfahrtssituationen haben die Schüler ihre Probleme, sagt Polizeihauptmeister Bernd Krümmling.

Quelle: Mischa Karth

Neuruppin. Bis zuletzt wurden die Viertklässler in der Sparkassenzentrale in Neuruppin am Donnerstag auf die Folter gespannt. Als dann Landrat Ralf Reinhardt (parteilos) gemeinsam mit Sparkassenchef Markus Rück und Polizeihauptmeister Bernd Krümmling die Ergebnisse der kreisweiten Fahrradprüfungen verkündete, war der Jubel riesengroß.

Die Nadelbachgrundschule Heiligengrabe (6,53 Fehlerpunkte) setzte sich hauchdünn vor der Rosa-Luxemburg-Schule Neuruppin (6,61) durch. Platz drei belegte die Löwenzahn-Grundschule Breddin (7,16), die allerdings verhindert war. Schecks über 400, 300 und 200 Euro wurden überreicht, außerdem gab es für die Schüler Luftpumpen. Mit ihren Ergebnissen lagen die drei Schulen deutlich unter dem Durchschnittswert von 14,65 Fehlerpunkten aller Schulen.

Dass die Heiligengraber ihren Siegerscheck in Empfang nehmen konnten, war dem Einsatz von Lehrerin Hiltrud Friedrich und dem Heiligengraber Bürgermeister Holger Kippenhahn zu verdanken. Da sich kurzfristig keine Eltern fanden, um die Schüler nach Neuruppin zu fahren, schickte Kippenhahn ein Mannschaftsfahrzeug der Feuerwehr auf den Weg. Mitarbeiter Ingo Langkau kutschierte die Jungen und Mädchen über die Autobahn.

Groß war die Freude auch bei den Schülern der Rosa-Luxemburg-Schule. „Wir sind stolz, bei 650 Teilnehmern hier dabei zu sein“, sagte Lehrerin Juliane Franz. „Wir haben erst gestern davon erfahren, dass wir heute hier dabei sind und haben bis zuletzt mitgefiebert.“ Nachdem die Radprüfungen an der Schule schon Mitte Juni abgelegt worden waren, hatten die Schüler den Wettbewerb vor lauter anderer Veranstaltungen schon ganz aus den Augen verloren.

Das gute Abschneiden wurde in bester Laune mit Capri-Sonne begossen, hatte aber einen ernsten Hintergrund: Seit vielen Jahren sind Polizei und Schulen in der Region darum bemüht, Aufklärungsarbeit zum richtigen Verhalten im Straßenverkehr zu leisten und somit die Zahl der Unfälle zu reduzieren. Seit 25 Jahren ist Polizeihauptmeister Krümmling dabei, er hat unzählige Schulhöfe gesehen. Und auch wenn er in diesem Jahr vier fehlerfreie Prüfungen in Theorie und Praxis begutachten durfte, so machen ihm doch bestimmte Aspekte Sorgen. „Die Kinder haben mit Vorfahrtssituationen Probleme“, sagt Krümmling. Besonders bei Rechts-vor-links-Kreuzungen falle es den jungen Leute schwer, rechtzeitig zu gucken, ob sie Vorfahrt haben oder nicht. Zum Teil sei dies dem biologischen Entwicklungsprozess geschuldet. „Kleinere Kinder können noch nicht gut gucken, noch nicht gut hören.“ Deswegen sei es nicht sinnvoll, wenn besonders ehrgeizige Eltern ihre Kinder schon im frühesten Alter aufs Rad setzten.

Fast 4000 Schulwegunfälle verzeichnete die Unfallkasse Brandenburg 2014, die Zahlen sind gegenüber dem Vorjahr um fast zehn Prozent gestiegen. Deshalb sei eine kontinuierliche Anleitung der Eltern, wie man sich im Straßenverkehr verhält, unerlässlich, sagt Krümmling.

Von Mischa Karth

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