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Ostprignitz-Ruppin Mit der bewährten Salami-Taktik
Lokales Ostprignitz-Ruppin Mit der bewährten Salami-Taktik
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00:18 10.01.2018
Jörg Ribbe und Ehefrau Sandra in ihrem Geschäft am Marktplatz. Die Grüne Woche ist für sie ein Höhepunkt im Jahr. Quelle: Wolfgang Hörmann
Wusterhausen

In knapp zwei Wochen öffnet Europas größte Verbrauchermesse wieder ihre Türen. Zehntausende suchen ab dem 19. Januar den Weg zur Grünen Woche in Berlin, um zu schauen, zu staunen, vor allem aber wohl, um zu verkosten. Zu den Anbietern aus dem Altkreis Kyritz gehört seit mehr als zwei Jahrzehnten die Fleischerei Ribbe in Wusterhausen. Das Traditionsunternehmen, gegründet 1874, wird jetzt von Jörg Ribbe geleitet. Der 32-jährige setzt die Tradition von Vater Klaus fort, der sich in den Ruhestand verabschiedet hat.

Die Teilnahme an der Grünen Woche war für den Senior immer ein Muss. Und auch sein Nachfolger hält es für wichtig, die Firma einem breiten Publikum mit Teilen aus der Warenpalette zu präsentieren. „Wir werden am 22. und 23. Januar so an die 30 Kisten voller Rohwurst mitnehmen und etwa 20 Salamisorten anbieten“, sagt der Fleischermeister. Darunter befinden sich die Klassiker mit Senf, Knoblauch und Pfeffer, aber auch Besonderheiten wie die Wurst, in der auch Bitterschokolade verarbeitet ist. Bei der mediterranen Salami handelt es sich um ein luftgetrocknetes Produkt mit Blauschimmelaroma. „Wir wissen, dass wir schon von etlichen Kunden erwartet werden. Das sind Hauptstädter, aber auch Menschen aus der näheren Umgebung. Schließlich fahren Busunternehmen von hier wie Schröder-Reisen aus Segeletz jedes Jahr zur Messe. Mit einigen Passagieren können wir Bekanntschaften auffrischen“, so Jörg Ribbe.

Die Wurst kommt auch per Post

Die Würste werden in Berlin neben Mettbrötchen, Schmalzbroten oder heißen Würstchen direkt verkauft und sollen das Interesse bei Großstädtern an den Angeboten auf dem flachen Land wecken. Schließlich kann man sich Ribbe-Wurst auch zuschicken lassen. Eine Kundin aus Guben sei schon regelmäßig Abnehmerin, so der Chef der Firma mit derzeit zehn Beschäftigten.

Dass die Fleischerei diesmal an zwei Tagen dabei ist, hat damit zu tun, dass ein anderer traditioneller Aussteller aus der Region zu Hause bleibt. Die Mosterei Wietz aus Kyritz muss 2018 passen. Grund ist die schlechte Obsternte, vor allem bei den Äpfeln. „Wir würden Kundenwünsche wecken, die wir vielleicht nicht erfüllen könnten“, sagt Firmenchef Martin Wietz. Im Fernbleiben seines Unternehmens sieht er aber eine Ausnahme. „Der Plan ist, dass wir 2019 wieder dabei sind.“

Die Grüne Woche findet vom 19. bis 28. Januar statt. Der Stand der Fleischerei Ribbe befindet sich in der Brandenburg-Halle 21a.

Von Wolfgang Hörmann

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