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Mitglied der XY-Bande erneut vor Gericht

Prozess in Neuruppin: Handel mit Kokain Mitglied der XY-Bande erneut vor Gericht

Einer der Rädelsführer der früheren XY-Bande, Frank G., muss sich erneut vor Gericht verantworten. Er war bereits 2006, nachdem die Bande wegen Kokainhandels, Prostitution, Waffenbesitz, Erpressung und illegalem Glücksspiel hochgenommen wurde, zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Nun wird ihm wieder Kokainhandel vorgeworfen.

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Das Landgericht in Neuruppin.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Einer der einst führenden Köpfe der Neuruppiner XY-Bande, Frank G., muss sich ab nächster Woche erneut vor Gericht verantworten. Der 48-jährige Familienvater soll mit einem Zeugen vereinbart haben, diesem drei Kilo Kokain zu einem Kilopreis von 41 000 Euro zu verkaufen.

Laut Anklage soll ein vermutlicher Komplize von Frank G., ein 34-jähriger Neuruppiner, zunächst 500 Gramm Kokain bei unbekannten Drogenhändlern besorgt haben. Frank G. hat dann offenbar das Kokain am 12. März in Berlin in den Kofferraum eines Autos gelegt, das einem vermeintlichen Käufer gehört, und die dort bereitliegenden 41 000 Euro entnommen. Was der Neuruppiner nicht wusste: Der Käufer kooperierte mit der Polizei. Diese fand später im Hotelzimmer und in der Wohnung seines vermutlichen Komplizen zudem noch kleinere Mengen Kokain. Frank G. und der 34-jährige Neuruppiner müssen sich deshalb ab Freitag, 11. September, vor dem Landgericht wegen des Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge verantworten, sagte die Gerichtssprecherin Iris le Claire. Angesetzt sind vier Verhandlungstage. Das Urteil soll Anfang Oktober gefällt werden. Folgt das Gericht der Anklage, droht den beiden Männern eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr.

Familienvater Frank G. dürfte das Prozedere gut kennen: Er war bereits 2006 vom Landgericht Neuruppin als Mitglied der XY-Bande zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft zählte Frank G. damals zu den „Rädelsführern”, den vier „Siegelringträgern” der XY-Bande. Den Neuruppinern wurde seinerzeit Handel mit Kokain, illegales Glücksspiel, Schutzgelderpressung, Beamtenbestechung und illegaler Waffenbesitz vorgeworfen. Auch Prostitution gehörte zum Geschäftsportfolio der XY-Bande. Der Prozess ist bis heute der größte gegen organisierte Kriminalität in Brandenburg. Die Bande unterhielt Kontakte zur Polizei und ins Neuruppiner Rathaus. Der Name XY geht auf ein Erkennungszeichen der Kriminellen zurück: Sie fuhren schwarze, hochwertige Autos mit dem Kennzeichen „OPR-XY“.

Von Andreas Vogel

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