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Modellbauer aus Wittstock sind Spitze

Schülerwettbewerb Modellbauer aus Wittstock sind Spitze

Tüfteln, Bauen und Präsentieren. Wittstocker Gymnasiasten sind zum dritten Mal beim Landeswettbewerb der Ingenieurkammern dabei. 41 Modelle von Stadiondächern gingen bereits auf die Reise nach Potsdam. Ob sie ganz vorn mitmischen, wird jedoch erst am 16. März entschieden.

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Jil Dase, Laura Grothe-Kraft, Anna-Lena Koch und Max Havemann (v. l.) haben ein Stadion mit Dach in Blattoptik konstruiert

Wittstock. Leider ist es nur ein Schülerwettbewerb. Denn ginge es nach den Plänen des Wittstocker Techniklehrers Kay-Michael Thonack, würde auch er ein Modell beim Landeswettbewerb der Ingenieurkammern einreichen. „Als Schüler habe ich exzessiv den Modellbau betrieben“, sagt er mit einem breiten Lächeln.

Techniklehrer Kay-Michael Thonack

Techniklehrer Kay-Michael Thonack.

Quelle: Christamaria Ruch

Beim diesjährigen Wettbewerbsmotto „überdacht“ gehen die Nachwuchstalente wieder in zwei Altersklassen an den Start. Vor dem Hintergrund der Fußball-Europameisterschaft im Sommer in Frankreich rücken nun Stadiondächer in den Mittelpunkt beim Modellbau. Gewertet wird in der Kategorie bis Klassenstufe acht und ab Klassenstufe neun. Das Wittstocker Gymnasium schickt in diesem Jahr 41 Modelle ins Rennen um die besten Platzierungen auf Landesebene. „Dieser Wettbewerb wird von Herrn Thonack sehr offensiv an der Schule betrieben“, lobt Bauingenieurin Bärbel Heuer aus dem Wittstocker Ortsteil Babitz. Sie ist Mitglied in der Vertreterversammlung der Brandenburgischen Ingenieurkammer. Diese Kammer lobt auf Landesebene den Wettbewerb aus. „Hintergrund ist, dass Schüler frühzeitig für technische Berufe motiviert werden“, so Heuer. Der Schülerwettbewerb läuft bereits zum dritten Mal.

Konstruktionen aus Papier, Holz und Kunststoff

Bärbel Heuer gab 2013 am Wittstocker Gymnasium erstmals den Impuls zur Teilnahme. Bei Kay-Michael Thonack rannte sie offene Türen ein. Nun ist auch die Wittstocker Architektin Anette Abel mit von der Partie und gibt den Schülern Tipps. Neben den Ideen galt es, auch technische Bedingungen zu berücksichtigen. Auf einer Bodenplatte von 40 mal 40 Zentimetern musste eine Tribüne angedeutet werden. Die Königsleistung bestand darin, das Dach zu konstruieren. Nur Papier, Holz und Kunststoff durften zum Einsatz kommen. Zuletzt kommt der Stresstest: Das Tribünendach muss eine Last von 250 Gramm tragen.

41 Modelle aus Wittstock gingen per Transporter auf die Reise nach Potsdam

41 Modelle aus Wittstock gingen per Transporter auf die Reise nach Potsdam.

Quelle: Christamaria Ruch

„Das sind solide Leistungen“, lobte Bärbel Heuer kurz vor den Winterferien. Gemeinsam mit Anette Abel und Kay-Michael Thonack wählte sie von insgesamt 67 Modellen die besten 41 für die Reise nach Potsdam aus. Der Wittstocker Tankwart Remo Streichert sponserte sogar einen Transporter für die Kurierfahrt in die Landeshauptstadt. „Beim Wettbewerb ist eine Menge Gehirnschmalz geflossen – aber das habe ich auch erwartet“, so Heuer. Denn die Schüler bewiesen schon in den Vorjahren ein Händchen für Technik. „Statisch sind das hier so viele verschiedene Optionen, das zeigt, dass sich alle unterschiedliche Gedanken gemacht haben“, so Abel.

Im Blätterdach-Modell stecken 18 Stunden Arbeit

Bereits zum dritten Mal sind Jil Dase, Laura Grothe-Kraft, Anna-Lena Koch und Max Havemann dabei. Sie besuchen derzeit die 11. Klasse in Wittstock und konstruierten gemeinsam ein Stadion mit Dach in Blattoptik. „Wir haben uns im Internet Modelle von Stadien angesehen und uns an einem Stadion in Rio de Janeiro orientiert“, sagt Laura. Ausschlaggebend für ihre Auswahl war die Blätterform des Daches. „Wir haben lange überlegt und insgesamt 18 Stunden Zeit investiert“, sagt Anna-Lena. „Anfangs haben wir nur gebaut und uns keine Gedanken um den Landeswettbewerb gemacht, aber nun sind wir recht zufrieden und möchten auch eine gute Platzierung in Potsdam erreichen“, so Jil. Kay-Michael Thonack konnte während der Bauphase natürlich seine Erfahrungen vom Modellbau weitergeben: „Heißkleber auf Styropor geht gar nicht, sondern lösungsmittelfreier Kleber wie Holzkaltleim gehört zu den Geheimrezepten.“ Auch statische Tricks und Kniffe wie die Dreieckskonstruktion sorgen für stabile Modelle.

Am 16. März heißt es Daumen drücken. Dann werden in Potsdam die besten Modelle im Landesvergleich prämiert. Von 151 Modellen stammen allein 41 aus Wittstock. Das ist wie in den Vorjahren Spitzenleistung im Land.

Von Christamaria Ruch

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