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Ostprignitz-Ruppin Kinder entdecken „modernes Lesen“
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kinder entdecken „modernes Lesen“
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18:05 28.03.2018
Julia Knieknecht (r.) zeigte den Kindern, wie „Story Board“-Erzählen geht. Quelle: Christian Bark
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Wittstock

Dass Bücher und Geschichten heute auf ganz verschiedene Art und mit ganz verschiedenen Hilfsmitteln gelesen und erzählt werden können, brachte Julia Knieknecht am Mittwoch ihren kleinen Besuchern in der Wittstocker Bibliothek bei. Die 18-Jährige absolviert seit September ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in der Bibliothek und hatte am Mittwoch nun die Möglichkeit, ihr eigenes Projekt in die Tat umzusetzen. „Das Projekt ist Teil des FSJ“, erklärte sie.

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Beim Story Board gab es eine Geschichte der „Olchies“ zu sehen und zu hören.

Dabei widmete sie sich dem „modernen lesen“, zum Beispiel dem E-Paper. Über das Onlineportal des Bibliotheksverbands Ostprignitz-Ruppin zeigte sie den Kindern, wie sie Zeitschriften und Zeitungen auch digital am Computer oder auf dem Tablet lesen können. „Den Zugang zum Portal hat übrigens jeder Bibliothekskunde“, informierte Bibliotheksleiterin Georgia Arndt. Seit über einem Jahr biete ihre Einrichtung den Lesern auch diesen Service an – in der Bibliothek und am eigenen Computer zuhause.

„Das war schon interessant, aber ich halte die Zeitschrift doch lieber in der Hand“, sagte die achtjährige Annemarie Köpke. Ihre Freundin Lucy Pöhlmann stimmte ihr zu. Gar nicht unbekannt kam den beiden Mädchen sowie der siebenjährigen Liv-Grete Klemm das Lesen mit dem „Tiptoi“-Stift vor. „Ich habe letztes Jahr auch so einen geschenkt bekommen“, berichtete Liv-Grete, die aus Falkensee kommt, über die Ferien aber ihre Großeltern in der Region besucht. Die entsprechenden Bücher dazu leihe sie sich in ihrer Bibliothek aus.

Medium Buch bliebt aktuell

Mit dem Tiptoi wanderte die Siebenjährige über die aufgeschlagene Buchseite. Beim Berühren entsprechender Symbole erzählte der Stift eine Geschichte, beschrieb ein Bild, stellte ihr Rätsel oder forderte sie zur Ostereiersuche im Bild auf. „Den Stift haben wir erst seit 2017“, sagte Georgia Arndt. Er sei eine gute Möglichkeit, das Medium Buch noch vielseitiger erlebbar zu machen. „Ich glaube aber nicht, dass das Buch jemals verschwinden wird“, betonte die Bibliotheksleiterin in diesem Zusammenhang.

Eine gute Möglichkeit, mit ersten Hörbüchern Erfahrungen zu sammeln, bietet für Kleinkinder die „Toniebox“, wie Julia Knieknecht erklärte. Sie funktioniere über das WLAN-Netz, worüber sie sich auch Updates ziehen würde. Stellt man eine entsprechende Figur auf die Box, erzählt sie die dazugehörigen Geschichten oder lässt Lieder erklingen. „Es gibt auch Kreativtonies, wobei Kinder über eine App eigene Geschichten auf die Figur sprechen können“, informierte Julia Knieknecht.

Zwei solcher Boxen hat sich die Bibliothek jüngst angeschafft, wie Georgia Arndt berichtete. Finanziert worden seien sie über die Wittstocker Arbeitsgruppe im Bibliotheksförderverein Ostprignitz-Ruppin. Beim Verein habe die Bibliothek auch einen Antrag auf fünf Computer-Tablets gestellt. Damit wolle die Einrichtung Kinder auf moderne Methoden des Lesens und Arbeitens vorbereiten. „Wenn die Geräte in Wittstock gut angenommen werden, können wir sie in Zukunft auch mal in Freyenstein anbieten“, blickte Georgia Arndt in die Zukunft.

Über Beamer und Computer verfügt die Bibliothek bereits seit Jahren. Damit konnte Julia Knieknecht den Kindern auch über ein „Story Board“ Geschichten erzählen. Dabei las sie aus einem Buch zu Bildern, die an die Wand projiziert wurden. Dabei konnten die Zuhörer mitraten.

Nach der digitalen ging es in die analoge, ganz praktische Welt. Denn im Laufe des Nachmittags stand neben den Basteln von Figuren aus der „Olchie“-Buchreihe auch das von Lesezeichen. Und die wollten die Kinder für das klassische Buch verwenden.

Von Christian Bark

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