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Ostprignitz-Ruppin Monatliche Kaffeerunde im Dorfgemeinschaftshaus
Lokales Ostprignitz-Ruppin Monatliche Kaffeerunde im Dorfgemeinschaftshaus
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16:30 23.08.2017
Einmal im Monat trifft sich eine Runde von Dechtowern zum gemeinsamen Kaffeetrinken und Erzählen. Quelle: Dagmar Simons
Dechtow

Wer wissen will, was es Neues in Dechtow gibt, sollte nicht die monatliche Kaffeerunde im Dorfgemeinschaftshaus versäumen. Und vor allem nicht den Kuchen, den die jeweiligen Geburtstagskinder zur Kaffeetafel mitbringen. Helga Rediske ist gerade 80 Jahre alt geworden und lässt sich nicht lumpen: Zwei Torten, einen Bienenstich, belegte Brote. Auch das Nesthäkchen in der Runde, Corinna Herde feiert ihren Geburtstag nach. Sie hat sich an neue Rezepte gewagt. „Die Runde ist das Versuchskaninchen“, sagt sie und lacht. Die 34-Jährige kommt seit zwei Jahren zu den Treffen und fühlt sich sehr wohl in der Gruppe.

Kaffeetrinken und Neuigkeiten austauschen

Sind alle da, sitzen 16 Frauen und Männer am Kaffeetisch, der liebevoll von Sylvia Franz mit ihren Sammeltassen gedeckt ist. Sie betreut das 2009 eröffnete Gemeindezentrum und damit auch die Kaffeerunde. „Die Gemeinschaft in diesem Kreis ist schön“, sagt sie.

Wer da ist, ist da. Eine Regel gibt es allerdings: Jeder hat seinen angestammten Platz. Nur wenn einer fehlt, wird aufgerückt. Sylvia Franz sitzt immer neben ihrer Schwiegermutter.. Diese Runde möchte auch Brigitte Ullerich nicht missen. „Es ist schön, dass man unter Leuten ist“, sagt die Rentnerin, die seit mehr als 30 Jahren in Dechtow lebt. Dass sie ursprünglich aus Sachsen kommt, hört man. Daraus hat sie auch nie einen Hehl gemacht. „Ich habe immer zu meiner Herkunft gestanden.“ So wie sie ist, wurde und wird sie im Dorf angenommen.

Frauen unter sich

Die gemischte Runde ist nicht nur zum Kaffeetrinken zusammen. Ein bis zwei Mal im Jahr unternehmen die Frauen und Männer einen Ausflug. Im vergangenen Jahr ging es mit der Kutsche durch die Kyritz-Ruppiner Heide, in diesem Jahr war Potsdam das Ziel.

Stricken für die Urenkel

Sich einmal im Monat auszutauschen reicht zumindest den Dechtowerinnen nicht: Sie finden sich jeden Dienstag im Gemeindezentrum zum Handarbeiten ein. Alle haben zu Hause gestrickt. Dann kam die Idee auf, dass es in der Gemeinschaft mehr Spaß macht. Seit vier Jahren nun setzen sie sich zusammen, insgesamt elf Frauen. Stricken ist nicht Pflicht. Sylvia Franz hat zunächst gebastelt. Jetzt strickt sie wie die anderen Socken. Corinna Herde gehört zur „Bastel- und Häkelfraktion“. Jeder, wie er will und kann. Helga Rediske ist unübertroffen wie Sylvia Franz sagt. Das Lob wehrt die 80-Jährige bescheiden ab. „Nach der Wende habe ich wie ein Weltmeister gehandarbeitet“, sagt sie. Bilder gestickt, Taschentücher umhäkelt, gestrickt. Heute greift sie nur noch zu den Stricknadeln, um vornehmlich Babyjäckchen und Ausfahrgarnituren für die Urenkel herzustellen. Das neunte ist unterwegs. Wieder Arbeit für die Uroma.

Beim Handarbeitsnachmittag gibt es Brötchen mit selbst gemachter Marmelade. Das Wichtigste wie bei der Kaffeerunde ist jedoch die Gemeinschaft. „Man ist zusammen und dann ist das schick“, sagt Sylvia Franz. Dafür sorgt sie.

Von Dagmar Simons

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