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Mordanschlag auf Fußballer weiter ungeklärt

Oswaldo Proenca tritt als Nebenkläger auf und sagt aus Mordanschlag auf Fußballer weiter ungeklärt

Wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung müssen sich zwei Jugendliche vor dem Landgericht Neuruppin verantworten. Die beiden Jungen sollen im August vergangenen Jahres versucht haben, den Fußballspieler Oswaldo Proenca in dessen Wohnung mit einem Messer zu töten, und hatten ihn dabei schwer verletzt.Warum bleibt rätselhaft.

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Oswaldo Proenca vor der WM 2014 in Brasilien.

Quelle: Peter Geisler

Auch nach dem Verhandlungstag am Dienstag ist weiter unklar, warum der Fußballspieler Oswaldo Proenca im August vergangenen Jahres in Neuruppin sterben sollte. Zwar haben sich die zwei Angeklagten, die zur Tatzeit 16 und 15 Jahre alt waren, gestern persönlich zu den Vorwürfen geäußert. Aber das geschah hinter verschlossenen Türen. Denn wegen des Alters der Beschuldigten wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt. „Ich kann nur sagen, dass sich die Angeklagten persönlich geäußert haben“, sagte Iris le Claire, Sprecherin des Landgerichts Neuruppin.

Die zwei Jugendlichen sind wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Sie sollen versucht haben, den Fußballer in dessen Wohnung mit einem Messer zu töten. Ob der Angriff geplant war oder spontan erfolgte, ist weiter offen. Diese Frage wird vermutlich erst mit der Urteilsverkündung beantwortet. Das Urteil soll am 2. Juni gefällt werden.

Befragt wurde gestern ebenfalls das Opfer. Der Fußballer, der aus Brasilien stammt und vier Jahre beim Brandenburgligisten Märkischer Sportverein (MSV) gespielt hatte, musste nach dem Überfall notoperiert werden. Er lag drei Wochen im Krankenhaus und tritt im Prozess als Nebenkläger auf. Da seine Vernehmung gestern Nachmittag nicht beendet werden konnte, wird sie heute fortgesetzt.

Außerdem sollen heute die Mutter des älteren Angeklagten sowie vier Zeugen gehört werden. Diese sollen gesehen haben, wie der blutende Fußballer nach der Tat vor zwei Jugendlichen geflüchtet ist. Der Ältere der beiden Angeklagten ist seit seiner Festnahme in einem Jugendheim in Frostenwalde (Uckermark) untergebracht. Ihm droht wie seinem mitangeklagten Kompagnon, der sich zwei Tage nach der Tat gestellt hatte, eine Höchststrafe von zehn Jahren.

Von Andreas Vogel

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