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Moritz Winkelmann in Neuruppin

Klavierkonzert im Festsaal der Kliniken Moritz Winkelmann in Neuruppin

Der Neuruppiner Musikverein bot den 120 Klassik-Liebhabern in Neuruppin am Sonnabend ein ganz besonderes Konzerterlebnis. Zu Gast im Festsaal der Neuruppiner Kliniken war der grandiose Pianist Moritz Winkelmann.

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Pianist Moritz Winkelmann spielt Beethoven.

Quelle: Cornelia Felsch

Neuruppin. Mit den Kinderszenen von Robert Schumann verabschiedete sich der Pianist Moritz Winkelmann am Sonnabend von seinem Konzertpublikum im Festsaal der Ruppiner Kliniken. „Von fremden Ländern und Menschen“ so lautet der Titel eines der kurzen, spieltechnisch recht leichten Klavierstücke, die für das häusliche Musizieren geeignet sind. Für Moritz Winkelmann dessen Finger auf den Tasten an diesem Tag bereits Höchstleistungen vollbracht hatten, war diese Zugabe wohl eine der leichtesten Übungen.

Gewinner mehrerer Wettbewerbe

Winkelmann wurde 1984 geboren. Die Musik wurde ihm in die Wiege gelegt, er wuchs in einem musischen Elternhaus auf. Sein Großvater war Pianist und Dirigent und lehrte an der Stuttgarter Musikhochschule. Er war der erste Lehrer des kleinen Moritz. Er studierte bei Michael Hauber in Mannheim und bei Leon Fleisher in Baltimore. Zu hören war er bereits in der New Yorker Carnegie Hall, beim Rheingau Musik Festival, den Schwetzinger Festspielen und dem Schleswig-Holstein Musik Festival. Er gewann bereits mehrere Wettbewerbe, darunter den Richard-Laugs-Wettbewerb aller Deutschen Musikhochschulen. Ende vergangenen Jahres hat er den mit 10 000 Euro dotierten dritten Platz bei der Beethoven-Competition Bonn belegt.

Am Sonnabend stand Beethoven erst an zweiter Stelle – der Pianist eröffnete den Klavierabend der Klassik-Konzert-Reihe des Neuruppiner Musikvereins mit einer Fantasie in d-Moll von Wolfgang Amadeus Mozart, bevor er sich mit tiefster Seele dem großen Meister widmete und mit seinem virtuosen, ausdrucksstarken Spiel das Publikum begeisterte. Temperamentvoll beginnt die Klaviersonate Nr.7. Die Hände des Pianisten fliegen über die Tasten bevor sich im zweiten Satz Melancholie und Düsternis durchsetzt. Auf ein freundliches Menuett folgt das Final-Rondo. Auf das spannende, hochklassige Beethoven-Erlebnis nach der Pause ein weiterer pianistischer Höhepunkt: Wie im Rausch taucht Winkelmann in Brahms Händel-Variationen ein, ein fulminanter Schlusspunkt auf den minutenlange Ovationen für den leidenschaftlichen Pianisten folgen – für Neuruppin ein bravouröses Konzerterlebnis.

Von Cornelia Felsch

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