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Ostprignitz-Ruppin Motocrosser können jetzt Vollgas geben
Lokales Ostprignitz-Ruppin Motocrosser können jetzt Vollgas geben
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15:50 21.09.2017
Die Strecke wurde 1998 auf kommunalem Land gebaut und 2015 vom Designer Freddy Verherstraeten umstrukturiert. Nun aber fehlt eine – teure – Bewässerungsanlage. Quelle: Privat
Dreetz

Seit Jahren träumen die Mitglieder des MC Dreetz davon, die nach der Weltmeisterschaft international wichtigste Motocross-Rennserie „ADAC-MX-Masters“ durchführen zu dürfen. Nun rückt dieser Traum in greifbare Nähe, der MC Dreetz kann sein Vereinsgelände weiter ausbauen.

Der Bau eines sogenannten Welcome- und Pressecenters steht nun an, möglich gemacht durch eine Spende von 20 000 Euro, die der Verein von der Ostprignitz-Ruppiner Sparkassenstiftung bekommen hat. Christopher Arndt von der Stiftung kam am Mittwochabend nach Dreetz, um den Bescheid persönlich zu überreichen. „Solche Summe geben wir ja selten heraus“, sagte Arndt: „Das ist eine außergewöhnliche Förderung.“

Bisher stemmten die Dreetzer vieles aus der eigenen Kasse

„Es kann nun endlich losgehen mit dem Bau des Presse-Centers. Es ist ja schon viel vorbereitet worden“, erklärte Marcus Ladewig vom MC-Vorstand, dessen Mitglieder sich allesamt sichtlich freuten. Dank der Einnahmen aus Veranstaltungen konnte der Verein bisher so einiges schon aus der eigenen Kasse realisieren, wie Ladewig erläuterte: Das Vereinshaus wurde 2013 umgebaut. Die Dreetzer errichteten ein Kassenhäuschen. 2014 kauften sie für 10 000 Euro einen Radlader, um die Strecke zu bearbeiten. 2015 folgte deren kompletter Umbau mit Hilfe des namhaften Streckendesigners Freddy Verherstraeten aus Belgien.

Christopher Arndt (3.v.r.) von der Sparkassenstiftung übergab den Bescheid. Quelle: Matthias Anke

„Ein Puzzleteil fehlt aber noch“, sagte Ladewig: Um die Staubentwicklung einzudämmen und die Bodenqualität zu verbessern, muss eine Bewässerungsanlage her. Sie kostet mindestens 75 000 Euro. Deshalb hofft der Verein auf die ADAC-Sportstättenförderung. Und hier gibt es nun die nächste erfreuliche Nachricht: Laut Bernd Barig vom Vorstand des ADAC-Landesverbands Berlin-Brandenburg, der am Mittwoch ebenso nach Dreetz kam, liegt der Antrag bereits in München. Der entsprechende Bundesausschuss tage dort am 8. Oktober. „Ich kenne den Ausschuss und auch den Antrag sehr gut“, sagte Barig und deutete damit an, dass einer Bewilligung bis auf zu klärende Details nichts mehr im Wege stehen dürfte.

Das wäre ein echter Hauptgewinn für die Motorsportler – geht es doch dabei um 100 000 Euro.

Schon nächstes Jahr Bundesendlauf der Junioren als Testveranstaltung

Wenn alles umgesetzt ist, soll im Herbst nächsten Jahres als Testveranstaltung der Bundesendlauf der Junioren-Masters in Dreetz stattfinden. Ab 2019 könnten dann tatsächlich die ADAC-MX-Masters dort ausgetragen werden. Erwartet werden bei einem solchen Rennen gute 10 000 Zuschauer – so viele wie an den drei Hengstparaden-Wochenenden im benachbarten Neustadt zusammen.

Seit 2015 ist die Strecke dank Designer Freddy Verherstraeten aus Belgien eine komplett neue. Quelle: Matthias Anke

Der Verein seinerseits ließ aber auch aufhorchen. Denn er will zum Landesleistungsstützpunkt für den Motorsport werden. Bisher war es die Cross-Anlage in Schwedt, die diesen Status aus diversen Gründen aber verloren habe. Der MC Dreetz müsste dazu nun einen eigenen Trainer einstellen. Der sei aber schon in Sicht. Die Dreetzer kennen genug Profis, landesweit beste Fahrer haben sie in ihren eigenen Reihen. „Wir wollen den Sport mitentwickeln“, sagte Ladewig. Entsprechender Nachwuchs steht in den Startlöchern. Eine eigene Abteilung „Moto-Kids“ wurde dafür aufgebaut. Unter den insgesamt 130 Vereinsmitgliedern sind 21 in einem Alter bis zu 10 Jahre und 55 bis zu 18-Jährige.

Freudensprünge sind in Dreetz nun angesagt in Erwartung der ADAC-MX-Masters 2019. Quelle: Matthias Anke

Fünf anwesende Dreetzer Gemeindevertreter zeigten sich beeindruckt, darunter Bürgermeister Bernd Schindler. Er gab jedoch trotz positiver Auswirkungen auf Hotels und Gastronomen der Region eine gewisse Belastung für das Dorf angesichts so vieler Besucher zu bedenken: „Die Gemeinde muss irgendwo aber auch Nutznießer sein.“ Eine Idee wäre eine Beteiligung am Eintrittserlös. Mit dem Ziel, etwas für ganz Dreetz zu erreichen, sei die Anlage vor gut zwei Jahrzehnten auf diesem kommunalen, vom Verein gepachteten Areal schließlich befürwortet worden.

Von Matthias Anke

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