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Ostprignitz-Ruppin Wittstock versinkt im Müll
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock versinkt im Müll
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19:35 28.05.2014
Norbert Reggentin entdeckte diesen Müllberg. Quelle: Madlen Wirtz
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Wittstock

Norbert Reggentin geht in dem Waldstück vor seinem Haus oft mit der Familie spazieren. Vor wenigen Tagen entdeckte er am Wegesrand illegal abgeladenen Bauschutt. "In unserer Gegend wurde schon öfter Rasenschnitt und Hausmüll entsorgt, aber das ist richtig krass. Und vor allem: wo schon was liegt, kommt meistens noch mehr hinzu", sagt der Anwohner verärgert und ergänzt: "Das muss doch jemandem aufgefallen sein." Denn als Norbert Reggentin mit dem Fahrrad zum Dienst in die Stadt fuhr, war noch nichts zu sehen. Am Abend lagen dann zwei Berge Bauschutt am Wegesrand. Nur wenige Meter davon entfernt befindet sich Hausmüll, der wohl schon etwas länger dort liegt. "Den Umweltsündern scheint nicht klar zu sein, was sie anrichten: Die Stadt muss das ordnungsgemäß entsorgen, was aber unser aller Steuergeld kostet."

In der Stadtverwaltung in Wittstock gehen nach Auskunft des Pressesprechers Jean Dibbert fast täglich Meldungen über "herrenlose" Abfälle ein. "Im Liebenthaler Weg wird leider öfter Unrat entsorgt", sagt Dibbert. Bei Bauschutt handelt es sich meist um keinen gefährlichen Abfall. Für die Entsorgung solcher wilden Deponien in der Stadt Wittstock und den Ortsteilen gibt es auf dem Bauhof einen so genannten Flugmüllcontainer. Für diesen übernimmt der Landkreis Ostprignitz-Ruppin die Deponiekosten. Allerdings hat der Landkreis deren Anzahl auf zwölf Stück pro Jahr begrenzt. Jeder Container hat ein Fassungsvermögen von zehn Kubikmetern. Die Kosten für jeden weiteren Container trägt die Stadt. "Die jährlichen Gesamtkosten für die Entsorgung von illegal abgeladenem Müll in der Stadt Wittstock zuzüglich seiner Ortsteile liegen zwischen 6000 bis 8000 Euro", berichtet Dibbert.

Wer illegal Müll oder Bauschutt entsorgt, muss allerdings auch damit rechnen, auf frischer Tat ertappt und dann bestraft zu werden. "Sollte der Umweltsünder gefasst werden, kann sich der Eigentümer, in diesem Fall die Stadt, auf zivilrechtlichem Weg verauslagte Kosten zurückholen", sagt Kerstin Pein vom Kreis Ostprignitz-Ruppin. Die Höhe der Strafe könne pausachal nicht festgelegt werden. "Das Bußgeld kann bis zu 100.000 Euro betragen."

Weshalb es Menschen gibt, die ein so hohes Risiko eingehen, kann Ulrich Koop, von der Umladestation der Abfallwirtschaft in Scharfenberg nicht verstehen. "Sogar Möbel, Kühlschränke und Fernsehgeräte landen im Wald, obwohl wir die kostenlos annehmen", sagt er kopfschüttelnd.

Von Madlen Wirtz

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