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Müllfässer und Musik auf Kyritzer Marktplatz

Markt der Möglichkeiten Müllfässer und Musik auf Kyritzer Marktplatz

Die Organisatoren des 3. Marktes der Möglichkeiten sind zufrieden mit der Beteiligung. Zwar gab es am Sonnabend auf dem Kyritzer Marktplatz weniger Stände als 2014, aber das Interesse an den Angeboten blieb gleich. Hauptthema war die nachhaltige Landwirtschaft.

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Das ist Physik: Die Atommüllfässer tanzen auf dem Kyritzer Markt.

Quelle: Sandra Bels

Kyritz. Was macht ein Tropfen blaue Tinte in einem großen Wasserglas? Er taucht nach dem Aufschlagen auf der Oberfläche ab und bildet die tollsten Strukturen. Die Kinder staunen und drücken sich ihre Nasen am Wasserglas platt. „Das ist Physik einfach erklärt und reduziert, so weit es geht“, sagt Erich Bäuerle aus dem Wendland. Er weiß, dass Kinder mit ihren Sinnen solche Experimente erleben und hat sie deshalb auch kindgerecht aufgebaut.

Am Sonnabend war er mit Teilen seines Wasser-Klang-Pfades auf dem Markt der Möglichkeiten in Kyritz. Bäuerle ließ auch die Atommüllfässer tanzen. Die riesige Installation stand an der Friedenseiche und musste von mehreren Menschen in Gang gebracht werden. Schnell formierten sich die gelben Tonnen zu einer Schlangenlinie. Auch das ist Physik. Das Modell stand erst kürzlich auf der Umweltmesse in Lüneburg und auch bei der Widerstandsparty der kulturellen Landpartie bei Gorleben.

Wasser-Klang-Pfad

Wasser-Klang-Pfad: Erich Bäuerle macht mit den Kindern Musik.

Quelle: Sandra Bels

Erich Bäuerle gehörte zu den Teilnehmern des Marktes, bei dem sich dieses Mal alles um eine nachhaltige Landwirtschaft drehte mit dem Thema „Gesunde Böden – sichere Zukunft“. Auch Gespräche darüber wurden angeboten: Der Allgemeinmediziner Knut Horst zum Beispiel sprach über Antibiotika-Resistenzen. „Panikmache hilft hier niemandem“, sagte er, appellierte aber gleichzeitig an seine Kollegen und die Tierärzte, so wenig Antibiotika wie möglich zu verordnen. Er selbst sieht davon zum Beispiel bei grippalen Infekten oder Mandelentzündungen ab. Knut Horst gab aber auch zu bedenken, dass die heute hochgezüchteten Tieren in der Massenhaltung ohne Antibiotika meist gar nicht überleben könnten.

Die Organisatoren des Marktes, die Gruppe „Prignitz.Wandeln“, sind zufrieden mit der Beteiligung. Zwar seien es laut Mitorganisatorin Sarah Reinecke weniger Stände als im vergangenen Jahr gewesen, aber das Interesse an den Angeboten sei gleich geblieben. Teilweise hätten die Gäste auch schon nach einer Neuauflage im nächsten Jahr gefragt. „Das wollen wir auch, brauchen dafür aber mehr Unterstützung“, so Sarah Reinecke. Konkret werden Helfer für die Organisation, das Kulturprogramm und die Standakquise gebraucht. „Es muss ein größeres Netzwerk entstehen“, sagt Sarah Reinecke. Die Gruppe allein könne das künftig kaum leisten. Dankbar ist sie indes der Böll-Stiftung, die für den Markt die Referenten verpflichtet und die Gage zahlt. Solche und ähnliche Initiativen werden künftig gebraucht.

Von Sandra Bels

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