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Müllgebühr soll in Neuruppin nicht steigen

Ostprignitz-Ruppin führt Biotonne auf freiwilliger Basis ein Müllgebühr soll in Neuruppin nicht steigen

Ab dem nächsten Jahr kann sich jeder Haushalt in Ostprignitz-Ruppin für eine Biotonne entscheiden. Bisher ist das nur in Neuruppin, Rheinsberg, Fehrbellin, Lindow sowie drei weiteren Orten möglich. Der Landkreis reagiert damit auf eine Anforderung aus dem Kreislaufwirtschaftsgesetz.

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Auch faule Äpfel können in die Biotonne.

Quelle: dpa

Neuruppin. Die Müllgebühren in Ostprignitz-Ruppin sollen im nächsten Jahr doch nicht steigen – auch nicht wegen des flächendeckenden Angebots der Biotonne. Diese will der Landkreis ab dem nächstem Jahr ebenfalls in den Altkreisen Kyritz und Wittstock anbieten. Auf freiwilliger Basis, so wie es bereits seit Jahren in Neuruppin, Rheinsberg, Fehrbellin, Lindow und drei weiteren Orten der Fall ist.

Bisher hatte es stets geheißen, dass mit dem flächendeckenden Angebot der Biotonne im Landkreis die Müllgebühr für jeden Haushalt um 1,75 Euro pro Jahr steigen wird. Davon ist nun keine Rede mehr. Vielmehr komme der Landkreis nach dem „derzeitigen Bearbeitungsstand“ ohne eine Gebührenerhöhung aus, teilte die Kreisverwaltung auf MAZ-Anfrage mit. Allerdings müsse der Kreistag der Abfallgebührensatzung für die Jahre 2016/17 noch zustimmen. Das wird vermutlich im Oktober passieren.

Offen ist, wie groß das Interesse an den Biotonnen ist. Zwar hatte der Landkreis Ende April auf seiner Homepage eine Umfrage gestartet, aber die Beteiligung daran „ist noch sehr verhalten“, hieß es. Das verwundert kaum: Bisher ist unklar, wie teuer die Biotonnen für den jeweiligen Haushalt werden wird. Das liegt nicht allein am noch fehlenden Kreistagsbeschluss über die Gebührensatzung für 29016/17, sondern auch daran, dass der Landkreis noch keine neuen Biotonnen angeschafft hat. Lediglich für ein Modell hat sich die Verwaltung bereits entschieden. Demnach sollen die neuen Biobehälter einen Deckel haben, der von einer Gummilippe umschlossen ist, sowie mit einem speziellen Filter ausgestattet sein. Das soll gegen Gerüche und Fliegen helfen (die MAZ berichtete). Derzeit bereitet der Landkreis die Ausschreibung gerade vor. Demnach will die Behörde nur so viele Behälter kaufen, wie benötigt werden.

„So lange die Biotonne freiwillig bleibt, habe ich damit keine Bauchschmerzen“, sagt Sven Deter. Das CDU-Kreistagsmitglied aus Wulkow ist überzeugt, dass die Leute von der Biotonne profitieren, die ihre biologischen Abfälle nicht selbst auf einem Kompost oder Misthaufen verwerten können. „Wir müssen aber aufpassen, dass die Biotonne kein Zwang wird“, so Deter.

Von Andreas Vogel

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