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Mülltonne mit Leiche stand in der Wohnung

Neuruppin OT Radensleben Mülltonne mit Leiche stand in der Wohnung

Grausiger Fund im Neuruppiner Ortsteil Radensleben: Nach Zeugenhinweisen ist in einer Mülltonne in der Wohnung eines 36-Jährigen eine Leiche entdeckt worden. Zwei Tatverdächtige sitzen in Untersuchungshaft. Einer hat ein Teilgeständnis abgelegt.

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Ermittlungen zu einem Verbrechen, bei dem ein Mann ums Leben kam, führten nach Radensleben.

Quelle: dpa

Radensleben. Ein schreckliches Verbrechen passierte im Neuruppiner Ortsteil Radensleben: Die Polizei hat Montagnacht in der Wohnung eines 36-Jährigen einen toten Mann gefunden. Die Leiche, die umfangreiche Stichverletzungen sowie Folgen von stumpfer Gewalt aufwies, befand sich in einer Mülltonne, die in der Wohnung stand.

Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich bei dem Toten um einen 54-jährigen Mann aus dem Seniorenwohnpark Radensleben handelt, der seit rund drei Wochen vermisst wird. Nach dem Mann wurde zwar seit seinem Verschwinden gesucht. Doch da er zuvor schon mehrmals vermisst wurde, aber bisher stets in den Seniorenwohnpark zurückgekommen war, fiel die Suche möglicherweise nicht ganz so intensiv aus.

Noch keine hundertprozentige Gewissheit

„Wir haben den Leichnam noch nicht hundertprozentig identifiziert“, sagte Neuruppins Polizeisprecher Toralf Reinhardt. Die Polizei war am Montagabend gegen 18 Uhr von einem Zeugen informiert worden, dass es möglicherweise in Radensleben ein Tötungsverbrechen gegeben hat. Die Polizei vernahm daraufhin den Mann und schaltete die Staatsanwaltschaft Neuruppin ein. Bei der Vernehmung des Zeugen verdichtete sich der Verdacht. „Er hat wohl etwas von den zwei dringend Tatverdächtigen gehört“, sagte Oberstaatsanwalt Andreas Pelzer. Daraufhin war die Wohnung des 36-Jährigen durchsucht und ein intensiver Verwesungsgeruch festgestellt worden. In der Mülltonne, die in der Wohnung stand, fanden die Ermittler den arg zugerichteten Leichnam. Dieser wurde noch am Dienstag in der Gerichtsmedizin in Potsdam obduziert.

Motiv und Tatzeit sind noch unklar

Gleichwohl können die Ermittler noch nicht mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, ob es sich bei dem Toten um den Vermissten aus dem Seniorenwohnpark handelt. „Wir stehen noch ganz am Anfang unserer Ermittlungen“, sagte Oberstaatsanwalt Pelzer. Deshalb ist auch noch völlig offen, was das Motiv für das Verbrechen gewesen sein könnte und wann die Gewalttat verübt wurde. Polizei und Staatsanwaltschaft hielten sich dazu mit Angaben zurück – vermutlich auch, weil sich bisher lediglich einer der beiden vorläufig festgenommenen Männer, der 21-Jährige, auf die Vorwürfe eingelassen und ein Teilgeständnis abgelegt hat, während der 36-jährige Wohnungsinhaber schweigt.

Die beiden Männer sollten am Mittwoch wegen des dringenden Tatverdachts, gemeinschaftlich einen Mord begangen zu haben, dem Haftrichter am Amtsgericht Neuruppin vorgeführt werden. Das erwies sich jedoch als nicht ganz so einfach, weil das Gericht ausgerechnet an diesem Tag einen Betriebsausflug hatte. Die zwei Männer konnten deshalb erst nach 16 Uhr vorgeführt werden. Nach intensiver Prüfung der Vorwürfe und den bis dahin vorliegenden Ermittlungsergebnissen ordnete der Richter für beide Männer Untersuchungshaft an, für den 21-Jährigen in Wulkow, für den 36-Jährigen in der Stadt Brandenburg an der Havel.

Von Andreas Vogel

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