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Ostprignitz-Ruppin Münzjäger und Briefmarkensammler in Aktion
Lokales Ostprignitz-Ruppin Münzjäger und Briefmarkensammler in Aktion
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00:34 28.02.2018
Das Herz schlägt für die Briefmarken: Helmut Kube (l.) und Stefan Schuster vertieften sich in ihre Fachgespräche. Dieser Austausch ist für manche Sammler das Wichtigste an solchen Börsen. Quelle: Christamaria Ruch
Wittstock

Für Heinz Johnen aus Dänemark ist kaum ein Weg zu weit. Der Münzsammler reist quer durch Europa, war zuletzt in Basel in der Schweiz, bald steht Frankfurt am Main auf seiner Liste und am Sonntag war er zu Gast in Wittstock. Heinz Johnen ist Münzsammler aus Leidenschaft.

Heinz Johnen aus Dänemark. Quelle: Christamaria Ruch

Bei der 39. Großtauschbörse der Münz- und Briefmarkensammler präsentierten am Sonntag 35 Numismatiker und 15 Philatelisten ihre Münzen und Briefmarken in der Stadthalle in Wittstock. Auch Postkartenfans kamen dort auf ihre Kosten. „Wir haben hier immer tolle Lichtverhältnisse für die Sammler“, sagte Frank Wilcke und zeigte in Richtung Dachfenster. Wilcke ist Leiter der Wittstocker Fachgruppe Numismatik, wie die Münzsammler in Fachkreisen heißen.

Gute Gespräche sind Teil der Börse

Der Däne Heinz Johnen besucht seit zehn Jahren in unregelmäßigen Abständen die Tauschbörse in Wittstock. „Ich habe keinen Sammlungsschwerpunkt, besitze aber vor allem skandinavische Münzen“, sagte er. Im Alter von acht Jahren begann seine Münzleidenschaft, dann legte er eine lange Pause ein und griff den Faden 1998 wieder auf. „Die guten Gespräche sind immer ein Teil einer Börse und man kennt sich“, sagte Heinz Johnen. Briefmarken gehören zu seinem Nebengeschäft, wie die ausgestellten Exemplare zeigten.

Tauschbörse: Immer mit gebeugtem Kopf auf der Suche nach Raritäten. Quelle: Christamaria Ruch

Helmut Kube aus Rheinsberg begann einst mit Briefmarkenmotiven aus der Raumfahrt. Systematisch baute er seine Sammlung aus. „Eines Tages sagte meine Frau: Du mit Deinen Köpfen“, erinnert er sich. Denn Kube hatte vor allem die Porträts von Kosmonauten gesammelt. „Meine Frau gab dann den Impuls, Speise- und Giftpilze wegen der Schönheit und Ästhetik zu sammeln“, sagte Helmut Kube. Mittlerweile hat er viele ansprechende Briefmarken aus der Pilzwelt und vielen Ländern vereint.

Manche Länder sind für Sammler kompliziert

„Ich sammle nur postfrische, also ungestempelte Briefmarken, denn mir kommt es auf das Antlitz des Motivs an“, sagte er. Noch immer befinden sich Lücken in seinen Alben, vor allem afrikanische Länder erweisen sich als kompliziert für die Briefmarkensammler. „Mal gibt es Umbenennungen von Ländern, dann auch neue Währungen und somit ist es schwierig, alles zu finden“, sagte Helmut Kube.

Er ist der einzige Philatelist, der in der Fachgruppe Numismatik in Wittstock mitarbeitet. Kube stand am Sonntag auch mit Stefan Schuster aus Neubrandenburg im Fachgespräch. Beide beugten ihre Köpfe über die Lupen und untersuchten immer wieder neue Briefmarkenexemplare. Stefan Schuster ist seit vergangenem Jahr Mitglied im Vorstand des Philatelistenverbandes Berlin-Brandenburg. „Mein Sammlungsthema ist Weihnachten“, sagte er.

Gefälschte 10-Cent-Münze

Münzsammler Hans-Joachim Trappen. Quelle: Christamaria Ruch

Hans-Joachim Trappen aus Berlin gehört wiederum zu den Münzsammlern. Pommersche Münzen aus dem 10. bis 15. Jahrhundert haben es ihm angetan. „Die guten Gespräche rund um die Münzen sind immer wieder angenehm“, sagte er. Doch auch vor Numismatikern machen Fälschungen keinen Bogen. „Vergangene Woche habe ich erst eine gefälschte 10-Cent-Münze erhalten“, sagte Trappen. „Eine Weitergabe ist verboten, also habe ich sie in meine Sammlung als Fälschung einsortiert und markiert.“

Von Christamaria Ruch

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