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Müssen die Wahlen in Basdorf wiederholt werden?

Bundestagswahl, Wahlkreis 56 Müssen die Wahlen in Basdorf wiederholt werden?

Der Rheinsberger Ortsteil Basdorf hat am Wahlsonntag bundesweit für Schlagzeilen gesorgt - weil sechs Wahlhelfer auf fünf Wähler warteten. Die anderen 18 Wahlberechtigten hatten sich die Briefwahlunterlagen zuschicken lassen. Das war in Ordnung. Dennoch gab es in Basdorf einen Verstoß gegen das Bundeswahlgesetz.

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Das Wahllokal in Basdorf hat eine lautstarke Sirene.

Quelle: Andreas Vogel

Neuruppin. Trotz einer Missachtung des Bundeswahlgesetzes müssen im Rheinsberger Ortsteil Basdorf die Wahlen zum Bundestag und für das Stadtoberhaupt in Rheinsberg nicht wiederholt werden. Davon ist Detlef Tripke, der stellvertretende Wahlleiter im Wahlkreis 56, überzeugt.

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In Basdorf warten an diesem Wahlsonntag sechs Wahlhelfer in drei Schichten auf fünf Wähler. Denn der kleine Rheinsberger Ort hat nur 23 Wahlberechtigte, von denen 18 schon Briefwahl machten. In Basdorf ist generell nur selten was los. Einblicke in ein kleines Dorf am Rande der Kyritz-Ruppiner Heide, die noch immer Sperrgebiet ist.

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Laut Wahlgesetz hätte auch in Basdorf am Sonntag das Wahllokal von 8 bis 18 Uhr mit drei Personen besetzt werden müssen. Das war nicht der Fall. Vielmehr war das Büro die gesamte Zeit über stets nur mit zwei Wahlhelfern besetzt. Ausschlaggebend sei, dass die Niederschrift von fünf Beisitzern bestätigt wurde, sagte Tripke am Montag. Gleichwohl habe jeder Wahlberechtigte die Möglichkeit, aus formalen Gründen Einspruch gegen das Wahlergebnis von Basdorf einzulegen.

Sechs Wahlhelfer für fünf Wähler >

Je 33 Prozent für Linke, AfD und NPD

In dem Rheinsberger Ortsteil leben lediglich 23 Wahlberechtigte, 18 von ihnen hatten sich für eine Briefwahl entschieden. Am Sonntag kamen drei Wähler ins Wahllokal, um ihre Stimme abzugeben. Das Ergebnis: 33,3 Prozent für die Linke, 33,3 Prozent für die AfD und 33,3 Prozent für die NPD.

Das wohl kurioseste Wahlergebnis der Mark >

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Basdorf hat nicht einmal 25 Einwohner. 18 Wahlberechtigte entschieden sich für eine Briefwahl – und für fünf weitere wurde ein Wahllokal geöffnet. Da gab es sogar mehr Wahlhelfer als Wähler. Nur ein Tweet brauchte es, da war Basdorf binnen weniger Stunden berühmt. Wir haben einige zusammengestellt.

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Die Berichte der MAZ über Basdorf haben am Sonntag bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Die Nachrichtenmagazine „Der Spiegel“ und „Focus“ berichteten ebenso darüber wie beispielsweise die Portale „T-online“ und „Tag 24“. Am 15. Oktober wird vermutlich zum letzten Mal im Basdorfer Wahllokal gewählt, bei der Stichwahl um den Rheinsberger Bürgermeister.

Basdorf erlangt unerwartet Twitter-Ruhm >

Von Andreas Vogel

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