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Ostprignitz-Ruppin Museum Fehrbellin öffnete seine Türen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Museum Fehrbellin öffnete seine Türen
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00:17 25.05.2016
Der achtjährige Lukas beim Schmieden. Quelle: Cornelia Felsch
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Fehrbellin

Bereits im vergangenen Jahr war die kleine Feldschmiede von Thomas Schlenker der Anziehungspunkt beim Tag der offenen Tür auf dem Hof des Fehrbelliner Heimatmuseums. Auch in diesem Jahr mühten sich die Besucher mit Amboss und Hammer ab, um selbst ein Stück Eisen zu bearbeiten, das schließlich als Flaschenöffner dienen soll.

Für den achtjährigen Lukas sind es die ersten Versuche – seine Eltern und die kleine Schwester sind beeindruckt. „Ein Kilogramm wiegt der Hammer“, sagt Lukas stolz. Schmied will er aber nicht werden. „Ich werde lieber Angler“, sagt er. Thomas Schlenker, der selbst Mitglied im Verein „Stadtgeschichte Fehrbellin“ ist, freut sich über die jungen Nachwuchshandwerker: „Das ist Geschichte zum Anfassen“, sagt er.

Belgische Perkussionspistole stammt aus dem Jahr 1850

Am Wochenende feierte der Verein mit dem Tag der offenen Tür sein zehnjähriges Bestehen. Geschichte zum Anfassen gab es in den Museumsräumen reichlich und auf dem Hof präsentierte die Fehrbelliner Schützengilde ein großes Waffensortiment. Der Präsident und Ortsvorsteher höchst persönlich erklärte den Besuchern, aus welcher Zeit die Pistolen stammen. „Die Vorderladerpistole mit Steinschlosszündung wurde schon bei der Schlacht von Fehrbellin verwendet“, sagt Jürgen Sternbeck. Die belgische Perkussionspistole stammt aus dem Jahr 1850 und mit der Radschlosspistole wurde schon im 17. Jahrhundert geschossen. Für Waffenfreunde des weiblichen Geschlechts gab es auch damals schon Damenpistolen.

Der Fehrbelliner Schützenverein hat heute 30 Mitglieder. Er wurde bereits 1825 gegründet, später aber wieder aufgelöst. 1994 gründeten die Fehrbelliner den Nachfolgeverein. Seit 1999 treten die Schützen in historischen Kostümen an. Die Uniformen entsprechen der Kleidung, die die Soldaten zur Zeit des Großen Kurfürsten trugen, der 1675 in der Schlacht bei Fehrbellin die Schweden schlug.

In historischer Uniform steckt auch der elfjährige Hendrik Maier, der bereits Mitglied im Fehrbelliner Stadtgeschichtsverein ist. Geschichte hat ihn schon immer interessiert, natürlich hat er in diesem Fach auch eine Eins auf dem Zeugnis.

Fehrbellin wird 800 Jahre alt

In diesem Jahr hat der Verein noch zusätzliche Tafeln im Museum aufgestellt, um noch ausführlicher über die Geschichte Fehrbellins zu informieren. Schließlich feiert die Stadt in diesem Jahr ihren 800. Geburtstag. 1216 wurde „Bellin“ zum ersten Mal erwähnt, 1294 erhielt Fehrbellin Stadtrecht. Seitdem hat sich viel ereignet; die Rhinbrücke wurde 1616 gebaut, 1806 zogen Franzosen ein, 1810 wurde eine neue Schulordnung eingeführt. 1927 wurde die Volksbadeanstalt im alten Gutshaus eröffnet. „Die Ausgabe der Badekarten erfolgt im Rathaus in den Dienststunden“, heißt es auf einem Schriftstück.

Fortschrittlicher war hingegen, was auf der Schiene passierte. Ein Auszug aus dem Kursbuch vom Jahrgang 1940/41 belegt, dass Züge häufiger und in kürzeren Abständen genutzt werden konnten. Wer von Neuruppin nach Paulinenaue reisen wollte, konnte damals noch den Zug nehmen. Heutzutage ist das nur per Fahrrad möglich.

Von Cornelia Felsch

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