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Museum Neuruppin als Touristenmagnet

Kulturtourismus Museum Neuruppin als Touristenmagnet

Die Investitionen des Ministeriums, der EU und der Kommunen in die kulturellen Stätten des Landes haben sich offensichtlich gelohnt. Das beweist das Museum Neuruppin mit frischen Besucherzahlen, die seit der Eröffnung im vergangenen Jahr verdoppelt werden konnten. Auch Rheinsberg und Wusterhausen konnten aus diesem Fördermitteltopf schöpfen.

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Ins neu eröffnete Museum Neuruppin kamen im vergangenen Jahr doppelt so viele Besucher verglichen mit den Vorjahren.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Kultur und Tourismus arbeiten eng zusammen – davon schwärmte Brandenburgs Kulturministerin Sabine Kunst bei einer Pressekonferenz am Montag in Potsdam. Die Liste der Kulturstätten, die das mit vielfältigem Programm und steigenden Besucherzahlen beweisen, werde stetig länger. Neuruppin geht dabei mit bestem Beispiel voran. Nicht von ungefähr saß der Leiter des Museums Neuruppin, Hansjörg Albrecht, als einziger Vertreter der geförderten Institutionen unter den Gästen. Er bestätigte, dass die Investitionen bereits im ersten Jahr Früchte getragen haben.

Am 25. Januar 2015 wurde das Museum Neuruppin im klassizistischen Noeldechenhaus neu eröffnet. Das Geld für den Ausbau und die Sanierung stammte zum Teil aus dem Kulturinvestionsprogramm des Ministeriums. Insgesamt 6,5 Millionen Euro sind in das Projekt geflossen. Das Museum bekam nicht nur einen Anbau, auch die Fassade des Altbaus wurde auf Vordermann gebracht. „Dieses Beispiel zeigt eine gelungene Verbindung zwischen Alt und Neu“, betonte Sabine Kunst. 350 Quadratmeter mehr hatte das Museum nun für Einzelausstellungen zur Verfügung. Die neuen Räume für die Dauerausstellung erstrecken sich auf weiteren 800 Quadratmetern. Damit gelang es dem Museum, die in mehr als 150 Jahren gewachsene Sammlung der Stadt- und Regionalgeschichte besser zu präsentieren. „Wir hatten mit der ersten Dauerausstellung ,Heimat schaffen’ einen fulminanten Auftakt“, sagte Hansjörg Albrecht.

Museumsleiter Hansjörg Albrecht

Museumsleiter Hansjörg Albrecht.

Quelle: Luise Fröhlich

Einen Glanzpunkt sieht der Museumsleiter in der Ausbreitung des überregional bekannten Bilderbogens. Passend dazu zeigt die neue Schaudruckerei die Lithographie-Technik, mit der der Bilderbogen produziert wurde. „In der Museumslandschaft strahlt unsere Institution überregional aus“, erklärte Albrecht. Allein im vergangenen Jahr konnten die Besucherzahlen im Vergleich zu den Vorjahren auf 11 000 verdoppelt werden. Drei Viertel der Gäste sind wiederum Touristen. Diese Entwicklung sei in Hinblick auf den 200. Geburtstag von Theodor Fontane im Jahr 2019 sehr wichtig. „Wir werden natürlich auch von den Fontane-Festspielen in diesem Jahr profitieren“, so Albrecht weiter. Neuruppin spiele damit im Nordwesten Brandenburgs aus kulturtouristischer Sicht eine große Rolle.

Aber nicht nur die Fontanestadt profitierte von den Fördermitteln für den Kulturtourismus. In der Broschüre des Ministeriums, die am Montag präsentiert wurde, tauchen insgesamt 18 Kulturstätten im ganzen Land auf. „Viele historische Denkmäler wurden in den vergangenen acht Jahren aufwendig restauriert, so zum Beispiel das Kavalierhaus in Rheinsberg“, sagte Sabine Kunst.

Für die Sanierung dieses Hauses kamen 2,7 Millionen Euro zusammen. Übergeben hat die Schlösserstiftung den erneuerten Marktflügel des Kavalierhauses Ende März 2015. Mehr als 20 Räume waren dort seit August 2013 restauriert worden. Auch die Dächer wurden neu gedeckt, das Gebäude gedämmt, die Fenster und Holzböden erneuert und technische Anlagen modernisiert. Dennoch ist es dank Erhalt alter Wände und Farben gelungen, den historischen Charakter zu bewahren.

Auch die Sanierung des Wegemuseums in Wusterhausen 2011 wurde aus diesem Fördermitteltopf finanziert, der laut Sabine Kunst nun aufgebraucht ist.

Von Luise Fröhlich

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