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Ostprignitz-Ruppin Museum darf Geld des Bundes annehmen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Museum darf Geld des Bundes annehmen
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00:18 16.07.2016
Das Museum Neuruppin plant bis 2018 ein Projekt mit Neu- und Alt-Neuruppinern. Die Stadtverordneten geben grünes Licht. Quelle: Mischa Karth
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Neuruppin

Natürlich wird Neuruppin den Zuschuss der Bundeskulturstiftung für das Neuruppiner Museum annehmen. Mit großer Mehrheit stimmten die Stadtverordneten am Montag für die bis zu 147 000 Euro für ein Projekt in den Jahren 2016 bis 2018. Alles andere wäre schwer vermittelbar gewesen: Immerhin hatte Neuruppin sich um das Geld bei der Kulturstiftung des Bundes ja selbst beworben. Und doch hatte es in den vergangenen Wochen erhebliche Diskussionen darum gegeben.

Der Hauptausschuss hätte das Museumsprojekt vor zwei Wochen beinahe abgelehnt, und auch in der Stadtverordnetenversammlung am Montag gab es noch einige Debatten. Weniger über das Vorhaben an sich, als vielmehr über die Art und Weise, wie die Stadtverwaltung das Projekt vorbereitet hat.

Neuruppin gehört zu 13 Kommunen, für die Geld in Aussicht steht

Neuruppin gehört zu 13 Kommunen aus ganz Deutschland, die für ihr Museum Geld der Bundeskulturstiftung bekommen können. 58 Orte hatten sich beworben. Nur jeder Vierte hat einen Zuschlag bekommen. Bei dem Projekt „Stadtgefährten“ geht es unter anderem darum, Alt-Neuruppiner und neu Hinzugezogene miteinander ins Gespräch zu bringen. Im Mittelpunkt von Diskussionsrunden, Workshops und Treffen stehen verschiedene Fragen: Was ist Heimat? Wo und wie nutzen die Menschen ihre Stadt heute?

Mit Neu-Neuruppinern sind nicht nur Flüchtlinge gemeint, aber auch sie, sagt der städtische Kulturmanager Mario Zetzsche. 186 000 Euro sind für das gemeinsame Projekt von Juni 2016 bis Juni 2018 insgesamt veranschlagt. 147 000 Euro kommen von der Bundesstiftung, weiteres Geld haben der Verein Esta Ruppin und der Förderverein des Museums in Aussicht gestellt. Neuruppin müsste nur einen geringen Zuschuss zahlen. Und auch den hatten die Abgeordneten eigentlich schon längst abgesegnet, als sie den Haushalt für das Jahr 2016 beschlossen.

Strenge Vorgaben des Bundeskulturstiftung sorgten für Irritationen

Für Irritation sorgt, dass sie noch einmal zwei Beschlüsse fassen sollten. Im Hauptausschuss konnte so richtig niemand erklären, warum das so ist. Sozialdezernent Thomas Fengler räumte dann auch in der Stadtverordnetenversammlung am Montag ein, dass das Vorgehen ungewohnt ist. Im Gegensatz zu anderen Fördermittelgebern bestehe die Bundesstiftung auf einem expliziten Vertrag mit der Stadt – und den müssen die Abgeordneten noch einmal absegnen.

Ursprünglich hatte die Stadt geplant, die zwei zusätzlichen Mitarbeiter für das Projekt über Honorarverträge anzustellen. Doch auch das geht wegen Vorgaben der Stiftung nicht – weshalb die Abgeordneten auch da nochmals gefragt sind. Mehrere von ihnen hatten erwartet, dass das alles im Kulturausschuss der Stadt erklärt worden wäre. Doch dafür war keine Zeit mehr, entschuldigte Zetzsche das Vorgehen: „Das war so vorher nicht absehbar.“

Nur Siegfried Wittkopf (Linke) und Klaus-Dieter Miesbauer (SPD) lehnten den Zuschuss des Bundes am Montag ab, die meisten anderen stimmten zu. Bürgermeister Jens-Peter Golde kündigte an, dass in den kommenden Monaten noch weitere Zuschüsse für das Museum auf der Tagesordnung stehen könnten. Mit Blick auf das Fontane-Jubiläum 2019 könnte es auch dort erneut um mehr Personal gehen.

Von Reyk Grunow

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