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Ostprignitz-Ruppin Museum zu jeder Jahreszeit beliebt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Museum zu jeder Jahreszeit beliebt
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14:28 02.01.2018
Die Museen Alte Bischofsburg in Wittstock beherbergen reichhaltige Schätze. Quelle: Christamaria Ruch
Wittstock

Für Sophie Soika erweist sich der Besuch in den Museen Alte Bischofsburg in Wittstock als Glücksgriff. Die 15-jährige Schülerin aus Neuruppin arbeitet gerade an ihrer Facharbeit in Geschichte. Und bei ihrem selbst gewählten Thema über den 30-jährigen Krieg entpuppt sich das Wittstocker Museum als Fundgrube.

Besucher aus nah und fern steuern zu jeder Jahreszeit Wittstock und seine Museen an. Auch zwischen Weihnachten und Neujahr können Geschichtsinteressierte dort ihren Wissensdurst stillen. „Ich hatte zuerst das Thema gewählt und meine Oma hat mich dann darauf hingewiesen, dass Wittstock ein Museum zum 30-jährigen Krieg hat“, sagte Sophie. Schon kurz vor den Weihnachtsferien stand fest, dass Sophie mit ihren Großeltern Margit und Norbert Soika nach Wittstock fahren wird. „Das Thema meiner Facharbeit handelt davon, was der 30-jährige Krieg für die einfachen Menschen bedeutet hat“, sagte Sophie. Nach gut 90 Minuten haben die drei Besucher aus Neuruppin alle sieben Ausstellungsebenen zu diesem Thema durchschritten.

Blutigste Schlacht des Krieges spielte sich am Scharfenberg ab

Seit 1998 trumpft das Museum mit einem bundesweit einmaligen Themenkomplex auf: Der 32 Meter hohe Turm der Alten Bischofsburg beherbergt seitdem das erste und einzige Museum in Deutschland zum Dreißigjährigen Krieg. Auf sieben Ausstellungsebenen kann der Besucher vor allem in das Alltagsgeschehen des damaligen Krieges eintauchen. Der Norden Brandenburgs zählte zu einer der am stärksten betroffenen Regionen in diesem Krieg von 1618 bis 1648. Die Schlacht am Scharfenberg vor den Toren Wittstocks am 24. September 1636 gehört zu den blutigsten dieses Krieges. „Ich habe sehr viel gefunden, was ich für meine Facharbeit verwenden kann“, sagte Sophie nach dem Rundgang. Vor allem „das Schlachtfeld mit den vielen Figuren hat mir gefallen“, sagte die Gymnasiastin. Auch Norbert Soika zeigte sich beeindruckt: „Für mich war schockierend, dass die hohe Anzahl der Toten nicht allein durch den Krieg verursacht war, sondern dass Krankheiten und Hunger dazu beitrugen, dass so viele Menschen starben.“

Besucher aus der ganzen Welt

Auch Maik aus dem Landkreis Barnim steuerte nun gezielt die Ausstellung zum 30-jährigen Krieg an. „Ich interessiere mich allgemein für Geschichte und beschäftige mich seit einigen Jahren mit der Brandenburger Geschichte“, sagte er. Die Rüstungen oder die Munitionskugeln beeindruckten ihn. „Ich fand die Amputationssäge in einer der unteren Ausstellungsebenen erschreckend“, sagte er. Schritt für Schritt erkundet der junge Familienvater die Brandenburger Museen.

Raphael Wiesniewski (2.v. l.) aus Stettin besuchte wieder mit Freunden die Wittstocker Museen. Quelle: Christamaria Ruch

Auch eine polnische Besuchergruppe löste nun wieder Eintrittskarten für die Alte Bischofsburg. „Seit mehreren Jahren kommen wir immer nach Weihnachten hierher und besuchen einen Tag lang das Wittstocker Museum“, sagte Raphael Wisniewski aus Stettin. Auch aus Schweden, Österreich, Niederlande, Japan und den USA steuern Geschichtsinteressierte Wittstock an. Egal ob Regionalgeschichte, Dreißigjähriger Krieg, Sonderausstellungen oder das weite Feld der Museumspädagogik – für jede Altersgruppe hält das Museum Wissen aus erster Hand bereit. Audioguides in Englisch, Schwedisch und Deutsch geben neben persönlichen Führungen Auskunft. „Gerade jetzt nach den Feiertagen verzeichnen wir wieder eine gute Resonanz“, sagt Museumsmitarbeiterin Kerstin Lisiak. Auch die aktuelle Sonderausstellung „Maßvoll – vom Wiegen und Messen“ gilt laut Lisiak als Publikumsmagnet.

Von Christamaria Ruch

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