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Ostprignitz-Ruppin Museumsdienst im Tausch gegen Pferdekoppel
Lokales Ostprignitz-Ruppin Museumsdienst im Tausch gegen Pferdekoppel
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00:19 15.06.2017
Das Alfred-Wegener-Museum in Zechlinerhütte ist seit Herbst 2015 geschlossen. Ob und wann es wieder öffnet, ist unklar. Quelle: Foto: Celina Aniol
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Zechlinerhütte

Der Deal klingt kurios. Ein Berliner will im Sommer das Alfred-Wegener-Museum samt Tourismusbüro in Zechlinerhütte betreuen, wenn die Kommune im Gegenzug eine Unterstellmöglichkeit für sein Pferd besorgt. Doch so bizarr das Angebot auch erscheint: Es ist nicht ausgeschlossen, dass der Handel zustande kommt.

Das sagt zumindest Peter Böthig. Der Leiter des Rheinsberger Tucholskymuseums, der sich seit 2009 auch um die Wegener-Gedenkstätte kümmert, will sich im Ort nach einem Platz für das Tier erkundigen. „Wenn das funktioniert, dann bin ich heilfroh.“ Denn die kleine, aber feine Ausstellung über den Pionier der Polarforschung und Klimawandelvorreiter mit persönlichem Bezug zu Zechlinerhütte ist seit mittlerweile anderthalb Jahren für die Öffentlichkeit quasi unzugänglich. Weil das Personal fehlt, kommen nur angemeldete Gruppen – es sind etwa zehn im Jahr – in den Genuss einer Führung. Ansonsten ist das Museum samt Tourismusbüro, das zuvor von etwa 1500 Besuchern jährlich aufgesucht wurde, geschlossen (die MAZ berichtete).

Seit Herbst 2015 sucht Peter Böthig nach einer Möglichkeit, das Museum wieder zu öffnen. „Es gab verschiedene Initiativen“, berichtet er. So sollten zum Beispiel wieder Ein-Euro-Jobber der Arbeitsfördergesellschaft Rabs den Dienst übernehmen. „Das Jobcenter hat aber trotz mehrfacher Ansätze abgelehnt, ohne Begründung.“ Jetzt überlegt der Museumsleiter, ob die Kommune Mini-Jobber zumindest an den Wochenenden einsetzen könnte. Doch unklar ist dabei, ob das Budget von Rheinsberg das hergibt. Demnächst will Böthig sich mit dem Ortsbeirat und den Touristikern von Zechlinerhütte treffen, um nach weiteren Ideen zu suchen – und nach einem Platz für das Pferd zu fahnden. Dass schon in diesem Sommer etwas passiert, davon geht er nicht aus – und ist auch nicht sonderlich traurig darüber. Denn durch den Straßenbau und die Sperrung des Ortszentrums verirrt sich im Moment ohnehin kaum ein Besucher in die Nähe des Museums. „Dadurch haben wir einen kleinen Puffer für die Lösung des Problems.“ Auch den Berliner hat Böthig deshalb gebeten, sich zu gedulden – aber auch gleich gefragt, ob sein Angebot auch noch nächstes Jahr steht.

Von Celina Aniol

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